Friday, June 29, 2007

Franzosen

Was mir bisher am meisten zu schaffen gemacht hat hier in Indien, sind die Franzosen. Jeden Tag stehen diese huren sans-culottes auf der Matte. Es gibt kein Entkommen... Ich rede den ganzen Tag nur Weltsch. Verbessere sogar noch mein "français oral". Ich sage jetzt auch "un truc de ouf" und "trop pourrable" und "fait à l'arrache" wie ein richtiger racaille aus den Pariser Cités. Rede inzwischen über la FAC, le BAC, l'UMP, la BFM und le VIE wie vor kurzen noch über YB, SCB und SVP...

Es hat sooo viele Franzosen hier in Indien! Ich habe keine Erklärungen für dieses Phänomen, aber es ist nicht lustig. Ich tröste mich inzwischen mit dem Gedanken, dass ich jetzt halt mein Erasmus Austauschsemester anstatt in Montpellier oder Toulouse in Yeshwanthpur bei Bangalore nachhole.

Damit ihr euch die Dimensionen vorstellen könnt, folgende Statistik:

Anzahl bisher getroffene Ausländer in Bangalore (in Klammern Häufigkeit der Begegnungen)

Schweiz (deutsch): 1 (wieder abgereist)
Schweiz (französisch): 1 (1x begegnet)
USA: 1 (1x begegnet)
Iran: 3 (2x begegnet)
Afrika: 2 (1x begegnet)
Froonkreisch: 25 (siehe Liste)
EU-Raum (ohne Frankreich): 0
Rest der Welt: 0

Hier die komplette Liste aller Franzosen, die mir bisher begegnet sind (es fehlen einige flüchtige Begegnungen):

Amélie (abgereist)
Antoine (wöchentlich)
Antoine (2x begegnet)
Céderic (abgereist)
Edouard (wöchentlich)
Eric (wöchentlich)
François (abgereist)
Gael (täglich)
Helene (wöchentlich)
Isabelle (täglich)
Judith (täglich)
Julien (wöchentlich)
Julian (1x begegnet)
Laurence (abgereist)
Laurent (2x begegnet)
Marianne (täglich)
Mathieu (wöchentlich)
Mathilde (täglich)
Nathalie (täglich)
Régis (abgereist)
Sanae (täglich)
Sébastien (1x begegnet)
Thibault (täglich)
Vincent (wöchentlich)
Yohan (täglich)

Wednesday, June 27, 2007

Freuden der Forschung III: Sensoren pflanzen in Chennakeshavapura

Gestern gingen wir in unser Dorf und pflanzten neue Sensoren! Juheee!!

10 Forscher aus unserem Institut (inklusive der oberste Chef) fresten mit 2 Geländewagen 4 Stunden lang durch halb Karnataka um mit Hilfe von etwa einem halben Dutzend Indern insgesamt 6 Sensoren zu platzieren.

Nach der Ankunft in Chennakeshavapura wurde zuerst aber einmal gefressen. Dann gingen wir auf das Feld und installierten einen Sensor. Dann gings wieder zurück ins Dorf und es gab wieder etwas zu Fressen. Danach wieder auf das Feld und die restlichen 5 Sensoren verlochen. Danach auf das Dach vom Schulhaus und die Antenne aufstellen. Danach den Rest des Nachmittags an der Antenne herumknorzen. Es hatte kein Signal... Als der Monsum zu regnen begann, wurde die Übung abgebrochen und die ganze Forschungstruppe zog wieder ab.

Jetzt messen die Sensoren seit gestern in Dorf die Feuchtigkeit. Da die Antenne nicht funktioniert, bringts leider noch nichts. Aber egal, das wird dann eines Tages schon von irgendjemandem geflickt.

Hier gehts lang zu den Fötelis: picasaweb.google.com/stefan.staehli

Thursday, June 21, 2007

Inderin of the day: Sania Mirza

Sania Mirza (geboren am 15. November 1986 in Hyderabad) ist Tennisspielerin. Sie ist zurzeit die bekannteste Sportlerin Indiens. Und auch die Umstrittenste.

Im Februar 2005 gewann sie als erste Inderin überhaupt ein WTA Turnier. Seither spielt sie an den grossen Turnieren mit, jedoch mit bescheidenem Erfolg. Meist kommt sie nicht über die erste oder zweite Runde hinaus. Das tut ihrer Popularität aber keinen Abbruch. Denn genauso wie bei einigen ihrer WTA-Kolleginnen auch, kümmert sich die Öffentlichkeit gar nicht so sehr um ihre Resultate.

Das Frauentennis hat ja inzwischen ein derartiges Sexyheits-Niveau erreicht, dass die Sportreporter und die Fernsehzuschauer ihre Augen während dem Spiel sowieso nicht mehr primär auf den Ball richten. Da gibt es genug zu sehen entlang der Grundlinien!

Allein die Outfits, die Frisur, die Werbe- und Modeauftritte, kleinste Anzeichen von Übergewicht, der schlechte Englischakzent und natürlich jenste Geschichten neben dem Platz liefern genug Gesprächsstoff. Das war bei Anna Kurnikova und ist bei Maria Scharapowa so, und das ist hier bei Sania Mirza nicht anders. Um so mehr, als sie Inderin ist, und Muslimin.

Vor allem diese Kleidchen machen den bekanntlich wenig modebewussten islamischen Klerikern zu schaffen. Nicht Hijab-konform, ist ihr Urteil. Im September 2005 hat der Vorsitzende des Ulema Ausschusses von Hyderabad, Syed Yousaf Bin, angeblich sogar eine Fatwa ausgerufen gegen die junge Inderin. Sie habe einen verheerenden Einfluss auf die Jugend. Und die islamistische Gruppe Jamiat-ulema-e-Hind drohte einmal damit, einen ihrer Matchs zu blockieren.

Auch sonst ist das Leben als indisches Tennis-Flittchen manchmal schampar kompliziert. Letztes Jahr wollte sie in einem Doppel Match mit der Israelin Shahar Peer antreten. Doch auch da hatten die Koranbrüder etwas dagegen und als sie mit heftigen Protesten drohten, liess Sania Mirza es halt sein.

Andererseits ist sie aber auch zu einer Botschafterin und einem Vorbild in Sachen Inderinnen-Emanzipation geworden.

Doch der grossen Mehrheit der jungen Inder ist das alles ziemlich egal. Die sind vor allem froh, dass dank ihr jetzt WTA Tennis im indischen Fernsehen gezeigt wird. Und dass sie ihr bei den Matchs zuschauen können. Auch wenn sie meistens verliert. Burkhas sind das ja bekanntlich nicht gerade, was die Spielerinnen dort auf diesen Plätzen anhaben. Und darauf kommt es schliesslich an...

Tuesday, June 19, 2007

Kill all no-mustache men!

Ich habe ein Geschenk bekommen! Ein originalgetreues Modell einer Mirage 2000C der indischen Luftwaffe im Massstab 1:100, hergestellt von der chinesischen Spielzeugfirma Maisto International Inc. Aus Spritzguss-Metall und Plastik. Inklusive einem eleganten Plastikfuss zum Aufstellen. Und mit original Tarnbemalung der Indian Air Force. Auf der Seite ist mit Tipp-Ex "Spicy Space" draufgeschrieben, und unten auf den Tragflächen "Kill all no-mustache men!". Dieses exklusive Stück ziert seit letzter Woche mein Appartement und zeigt jedem Besucher, dass hier einer wohnt, der noch an die Kampfkraft der indischen Luftwaffe glaubt!

Es begab sich nämlich, dass eines Abends meine französischen Freunde Mathieu und Judith zu mir nach Hause kamen. Auf dem Tisch in der Wohnung lag noch meine Zmorgelektüre, die Zeitschrift "India Today", aufgeschlagen auf Seite 60. Ein Bericht mit dem Titel "Facelifting the fleet", über ein Projekt der indischen Regierung zur Modernisierung der Luftwaffe.


Dabei waren die verschiedenen Kampfflugzeuge der Indian Air Force abgebildet, und es wurde erklärt, dass die MIG-29 mit einem neuen Radarsystem ausgesrüstet werde, die MIG-27 mit einem neuen Cockpit und die Mirage 2000C mit neuen Matra Mica Raketen für 1.8 Milliarden US$.

Am Morgen früh, wenn der Geist noch frisch ist und die Seele rein, da verträgt man keine schlimmen und komplizerten Geschichten. Wenn ein ganzer, langer Tag auf einen wartet, mit Aufgaben und Problemen und Kompilierungsfehlern und Menschen, denen man begegnen wird, dann will man wenigstens beim Frühstück einen kurzen Moment ungestört und sich selber sein. Und sich erfreuen, in aller Ruhe, an Dingen, die wirklich Freude machen. Gepimpte Autos, Computerspiele, Raketen, Flugzeuge... So wie damals, als Kind. Als ich noch nicht kriegsdienstuntauglich war... Als ich noch Pilot werden wollte und mir zu Weihnachten einen Panzer wünschte.

Darum wohl studierte ich an jenem Morgen den Facelifting-the-fleet-Artikel und liess das Heftli nachher unbeachtet auf dem Tisch liegen. Mathieu, als er abends in die Wohnung trat, ergriff schmunzeld das Magazin, begutachtete die Bilder und glaubte ernsthaft, mich als heimlichen Waffennarren entlarvt zu haben. Was ich dann auch nicht abstreiten mochte. Denn ich hatte tatsächlich beim Frühstück mit Interesse diesen Bericht gelesen. Und die Flugzeuge studiert. Welches die rassigste Form hat, welches am meisten Bomben angehängt hat, welches wohl am schnellsten fliegen kann... Dazu trank ich meinen Kafi und ass eine Papaya. In den Boxershorts. Und kratzte mich zwischendurch ein bisschen an den Brusthaaren. Grübelte in der Nase und studierte den Böggu, der da zum Vorschein kam. Und furzte wahrscheinlich auch noch ein- oder zweimal, ich weiss es nicht mehr...

Und dieser Mathieu (siehe Bild), er ist ein Guter, wollte mir hernach eine Freude machen. Und als er dieses Flugzeug im Laden sah, die Mirage 2000C der indischen Luftwaffe, das Spritzguss-Metall Modell, da musste er an mich denken. Und an meine heimliche Passion für Kriegmaterial und Rüstungsfragen. Et voilà, dieses Modell hat er dann gekauft, mit Tipp-Ex ein paar indische Schlachtrufe drafgepinselt und es mir geschenkt. Und mir damit tatsächlich viel Freude gemacht... Nicht so sehr, weil jetzt ein Kampfflugzeug in meiner Wohnung steht, sondern weil da endlich einmal ein Franzose Humor hat! Schön!

Friday, June 15, 2007

Andere Länder, andere Beiträge

Wenn ich am Morgen die Internet-Ausgabe der NZZ lese, erfahre ich jeweils interessante Sachen aus der Schweiz. Meldungen, wie zum Beispiel diese:

Keine Erbschaftssteuer für homosexuelle Paare in Genf
Klarer Entscheid der Stimmbürger

(ap) Im Kanton Genf müssen künftig auch homosexuelle Paare in einer registrierten Partnerschaft keine Erbschaftssteuer mehr bezahlen. Die Stimmberechtigten haben einer Gesetzesänderung mit rund 83 Prozent Ja-Stimmen klar zugestimmt.
Die vorgeschlagene Steuerentlastung von schwulen und lesbischen Paaren war im Vorfeld einzig von der SVP bekämpft worden. Sie sieht vor, dass homosexuelle Paare in einer registrierten Partnerschaft inskünftig wie Partner in einer heterosexuellen Ehe behandelt und - im Normalfall - von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit werden.
Nach dem gegenwärtig gültigen Gesetz gelten Partner in einer registrierten Partnerschaft als Personen «ohne gegenseitige Bindung», weshalb sie bis anhin zum höchsten Steuersatz von 54,6 Prozent belastet werden konnten.


Oder ich erfahre Spannendes über Hygienemasken:

Was tun bei einer Pandemie?
BAG empfiehlt Anschaffung von Hygienemasken

(sda) Um sich im Fall einer Grippepandemie zu schützen, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) jeder Person in der Schweiz, sich fünfzig Hygienemasken auf Vorrat anzuschaffen. Wenn eine Pandemie ausbreche, dann seien Lieferengpässe bei den Masken unausweichlich, begründet das BAG in einer Medienmitteilung die Empfehlung.
Die guten Ratschläge des BAG beschränken sich aber nicht auf den Gesichtsschutz: Im Pandemiefall, schlagen die Behörden vor, solle man sich regelmässig die Hände mit Seife waschen, zum Husten und Niesen ein Papiertaschentuch verwenden, das nachher entsorgt wird, und Händeschütteln möglichst vermeiden.
Die Situationen, in denen die auf Vorrat angeschafften Gesichtsmasken getragen werden sollen, könnten erst nach dem Auftreten eines pandemischen Virus definiert und angekündigt werden, schreibt das BAG weiter.


Oder über das Wolfskonzept und den Herdenschutz:

Wölfe bald im Rudel unterwegs
Anpassung des Jagdgesetzes erforderlich

(sda) In der Schweiz dürften Wölfe schon bald im Rudel unterwegs sein, sollte sich die Population weiter vergrössern. Auf Grund dieser Veränderungen will der Bund sein Wolfskonzept anpassen. Bundesrat Moritz Leuenberger hat zudem einen Entwurf zur Teilrevision des Jagdgesetzes in Auftrage gegeben.
Die weitere Ausbreitung der Wölfe wird laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) Auswirkungen auf Nutztiere und Wildtiere haben. Um diese Auswirkungen zu begrenzen und die Akzeptanz des Wolfes in der Gesellschaft zu erhalten, soll zunächst das Konzept «Wolf» der neuen Situation angepasst werden.
Dabei komme dem Herdenschutz eine zentrale Bedeutung zu, der noch weiter zu stärken sei. Zu den Änderungen an Wolfskonzept können sich die Interessengruppen bis Ende Juni äussern.


Und nicht zuletzt, interessante Entscheide der Landesregierung bezüglich Passagiersicherheit:

Für jeden Passagier eine Schwimmweste
Neue Regeln für Schweizer Schifffahrt

(sda) Wer künftig auf einem Schweizer See eine Schifffahrt unternimmt, kann davon ausgehen, dass es für ihn eine Schwimmweste an Bord gibt. Der Bundesrat hat die entsprechende Verordnung angepasst und setzt sie auf 1. Juni in Kraft.
Die Passagierschiffe auf Schweizer Gewässern müssen neu für jeden zugelassenen Fahrgast eine Rettungsweste mitführen. Die vom Bundesrat beschlossene Änderung der Schiffbauverordnung tritt am 1. Juni in Kraft. Heute muss nur für die Hälfte der zugelassenen Personen eine Schwimmweste vorhanden sein. Mit einer höheren Zahl von Rettungsmitteln an Bord wollen die Behörden die Sicherheit der Schifffahrt weiter verbessern.


Interessant, denke ich mir, schade nur, dass heute nichts über das Alinghi-Segelschiff zu lesen war...
Dann lese ich "The Times of India". Auch da hat es jeweils interessante Beiträge drin. Über unglückliche Todesfälle, zum Beispiel:

Young plumber electrocuted on school premises

TAMBARAM: A 21-year-old youth was electrocuted during construction work on the premises of a matriculation school in Chitlapakkam on Wednesday.
K. Mubarak of Park Street at Santhoshapuram near Tambaram touched an iron beam that was conducting electricity leaked through a couple of damaged wires. He was rushed to a private hospital in Tambaram, where he was declared dead.
The accident took place at 2.30 a.m. on the terrace of the three-storey building on the premises of the school on Chitlapakkam Third Main Road. After preliminary investigations, police said faulty wiring was the cause for the death.
This is not the first instance of people being electrocuted owing to faulty wiring.


Über Kinderarbeit:

‘Ban child labour in agricultural sector’

MYSORE: A seminar organised at Chamarajanagar to mark International Day against Child Labour resolved to appeal to the Government to ban child labour in agriculture, which accounts for 90 per cent of working children.
Speakers at the seminar, “Child labour in agriculture: challenges and opportunities” made out a case for classification of agriculture as a hazardous industry under the Child Labour Act 1986.
Delivering the keynote address, vice-president of KRRS K.C. Basavaraj said that economic exploitation of children was not acceptable.
“Survival, protection and development of children cannot be put at risk by employing them in any sector. Basic education is the right of every child and the Government cannot abdicate this responsibility,” he said.
Mr. Basavaraj said that it was unhealthy for a society to send its children to work.
“A nation which assigns its children to hazardous labour is dead. It is everyone’s responsibility to ensure education for each child,” he added.


Über Selbstmorde:

Suicide of farmers continues in Gulbarga

GULBARGHA: The ending of lives by farmers in distress is continuing in Gulbarga district. On an average, every month one farmer commits suicide not withstanding the ever raising financial liability and loss of crops.
According to official figures in the year 2006-07, 10 farmers and in the first month of the year 2007-08 till date three farmers have found ended their lives.
Joint Director of Agriculture J M Thippeswamaiah said out of the 13 farmer suicides, compensation has so far been provided to families of 10 farmers. Each family is given a compensation of Rs 1 lakh.
Most of the farmers have committed suicide due to loss of red gram (tur) which is the main commercial crop of the district. Of late, sugar cane growers have also started committing suicide due to the failure of sugar units to crush their produce. In the neighbouring Bidar districts cane growers suicide is taking a serious proportion.

"It’s not true that suicides are taking place only in Gulbarga. They began in Andhra and spread to other parts of the country. But why did farmer suicides begin after 1999? The answer is that we liberalised the economy and devalued our rupee. As a result, the cost of energy went up, the cost of agriculture rose and living costs soared. But the farmers remained in a low-cost economy. The promise that exports in a free market would bring profits to farmers was never kept.” — Vijay Jawandhia Wardha farmers’ leader, social commentator.


Oder woher die Polen ihre Polen holen:

Poland could be the next hot destination for Indian workers

NEW DELHI: Poland could soon witness a large influx of Indian workers, particularly in the construction and agriculture sector, after the two countries sign a Memorandum of Understanding (MoU) to streamline labour migration to the East European country.
This was decided at a meeting held here on Wednesday between Minister for Overseas Indian Affairs Vayalar Ravi and Poland's Minister for Labour and Social Policy Anna Kalata.
As of now, there are only around 3,000 Indians employed across various sectors in Poland but this number is expected to get a significant boost once the MoU is signed. The Polish minister has taken the initiative to promote recruitment of Indian workers in her country.
Stating that her country is facing an acute labour shortage, Kalata said, "We have noticed severe discrepancies in our labour market. Around 800,000 Polish workers have left to work in other countries in the EU (European Union)."


Und über zu viel Andrang beim neuesten Bollywoodfilm:

Fans crowd theatres as `Sivaji' bookings open


CHENNAI: Fans turned up in huge numbers on Sunday — in some theatres here as early as 6 a.m. — to make advanced bookings for the much-awaited `Superstar' Rajinikanth-starrer `Sivaji'.
Serpentine queues had formed by 7.30 a.m. in front of theatres scheduled to screen the movie from June 15.
At Udhayam Theatre complex in Ashok Nagar, more than 500 persons had gathered by 7.30 a.m. Police were seen regulating the crowd in front of the Abirami Megamall in Purasawalkam.
`Sivaji' is expected to be released in 18 theatres in the city. This should facilitate in one go an estimated 15,000 ticket-holders to watch the near-simultaneous screenings across the city.


So ist das! Der Lauf der Dinge. Und alle leisten ihren Beitrag dazu. Inder... Schweizer... Polen... Damit die Welt besser wird. Andere Länder, andere Beiträge...

Thursday, June 7, 2007

Wunderbare Welt der Zahlen: Indische Medallien an Olympischen Spielen

Die Inder sind keine grossen Sportskanonen. Das sieht man ihnen auch an. Sie hocken lieber am Boden herum und knabbern Vegi-Zeugs. Oder sie sind im Labor und programmieren. Und die Frauen, die sollen kochen (oder lesen, nicht wahr, Sunita...).

Und Cricket, der indische Nationalsport und Stolz der ganzen Nation, wurde von meinem Kollegen Mathieu (der bereits einmal gespielt hat!) als, Zitat: "die optimale Sportart für den Tag nach einer Saufnacht, wenn es dir noch etwas Sturm ist und du Kopfweh hast" bezeichnet...

Also habe ich nachgeschaut in den Geschichtsbüchern... Meine Befürchtungen haben sich bestätigt: Keine besonders guten Inder-pro-Medallie-Quotienten!

Athen, 2004:
Gold: -
Silber: 1
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: 1'094'985'000

Sydney, 2000:
Gold: -
Silber: -
Bronze: 1
Inder-pro-Medallie-Quotient: 1'014'003'800

Atlanta, 1996:
Gold: -
Silber: -
Bronze: 1
Inder-pro-Medallie-Quotient: 949'217'000

Barcelona, 1992:
Gold: -
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: ∞

Seoul, 1988:
Gold: -
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: ∞

Los Angeles, 1984:
Gold: -
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: ∞

Moskau, 1980:
Gold: 1
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: 686'881'000

Montreal, 1976:
Gold: -
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: ∞

München, 1972:
Gold: -
Silber: -
Bronze: 1
Inder-pro-Medallie-Quotient: 570'727'000

Mexiko, 1968:
Gold: -
Silber: -
Bronze: 1
Inder-pro-Medallie-Quotient: 520'677'000

Tokio, 1964:
Gold: 1
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: 477'359'000

Rom, 1960
Gold: -
Silber: 1
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: 432'522'000

Wednesday, June 6, 2007

"Dad, why don't you get Sanjay wedded?" "Ha, I'm thinking over it!"

Ich habe mir als Morgenkaffeelektüre ein kleines Bändchen gekauft: "Self-Hindi-Teacher for Non-Hindi Speaking People". Darin habe ich Wunderbares entdeckt: Indische Alltagsszenen in Hindi, mit englischer Übersetzung. Einer besseren Inder-Satire bin ich bis jetzt wirklich noch nicht begegnet. Lest selbst!

Beginnen wir sachte, mit einem sehr indermässigem Thema: Heiraten...

Conversation Nr. 1: Invitation

Er: It's an invitation letter.
Sie: Wherefrom?
Er: From Muradabad.
Sie: Your friend Sanjiv's?
Er: Yes, he's going to be married.
Sie: When?
Er: On the tenth.
Sie: It is seventh today.
Er: Our presence is earnestly solicited.
Sie: You must go then.
Er: You too.
Sie: He has invited me?
Er: Just read it.
Sie: We have to buy the present then.
Er: The gift should be a nice one.
Sie: Let's go to the market and choose.

Ok. Weiter geht es mit etwas noch indermässigerem: Essen und Heiraten...

Conversation Nr. 2: Dinner

Mutter: Dear, isn't it time for dinner?
Vater: Yes, it is... I'm coming.
Mutter: Call our son Sanjay!
Vater: Sanjay boy, join the dinner. Call Sunita.
Sanjay: Ha, Mom, you've cooked so many items.
Mutter: Chapaatees, rice, pulse, vegetables, pickels, papar and curd.
Sanjay: No sweet?
Mutter: Ha, there are rasgullas. I just forgot to serve.
Vater: Sunita baby, you don't help your mom in the kitchen?
Sunita: Mom doesn't allow me to cook. She wants me to read.
Vater: I'll look for a maid servant to help her.
Sanjay: Yes, she is too old.
Sunita: Dad, why don't you get Sanjay wedded?
Mutter: If you do so, my daughter-in-law would manage the cooking.
Vater: Ha, I'm thinking over it!

Schön. Jetzt zu einem Text mit dem verheissungsvollen Titel "Pleasing & Surprising", der uns vom allerallerwichtigsten für jedes indische Familienoberhaupt (mit Schnauz natürlich) und seiner Frau (im Sari natürlich) zu berichten weiss: erfolgreiche Kinder!

Conversation Nr. 3: Pleasing & Surprising

Vater: Where is Amar?
Mutter: In his room.
Vater: Well, my boy!
Amar: Yes, daddy!
Vater: I am very pleased today.
Amar: It's good.
Vater: You know why?
Amar: I don't know.
Vater: You are my pride, son!
Amar: How so?
Vater: You've brought pride to my family.
Amar: I don't know how...
Vater: You've secured Honours in English!
Amar: Really?
Vater: Really... And distinction too.
Amar: True, daddy?
Vater: True, boy. And my joy knows no bounds.
Amar: My joy too.
Mutter: And mine as well, my son.
Amar: It's all by your grace, mom.
Vater: Shilpa, dear, arrange a pompous dinner tonight.
Mutter: Ha, let me first go to the temple.
Amar: Mom, I will also go.
Mutter: Come on, boy.

Voilà. Zum Schluss, ich kann es fast nicht schreiben, ohne dass es mir die Schamröte ins Gesicht treibt, eine Szene aus dem Schlafzimmer eines jungen indischen (aber natürlich verheirateten) Paares, welche uns von der Erotik des Teetrinkens im Bett berichtet und uns zeigt, was die indischen Männer so alles an Charmeurqualitäten hinter ihren Schnäuzen verborgen halten. Der Text heisst "Bed Tea", huh... (Wer noch nicht volljährig ist, soll jetzt bitte nicht weiterlesen!)

Conversation Nr. 4: Bed Tea

Sie: Good morning, dear.
Er: Good morning, sweety.
Sie: Have bed tea!
Er: Thank you.
Sie: It's nice?
Er: Yes... and you are nicer.
Sie: It's hot?
Er: Yes. And you are hotter.
Sie: It's having flavors. Isn't it?
Er: It is, but you have more fragrance!
Sie: One should learn from you how to praise.
Er: Beauty deserves praise!