Monday, December 31, 2007

Toefflitour Diaries 9

Sonntag, 31.12.2007

Standort: Delhi

Fahrer:
Zustand: Gut.

Scooter:
Gefahrene Kilometer: Isch doch glich! (Kilometerzaehler ist kaputt.)
Zustand: Gut.
Reparaturen: Keine.

Bemerkungen: Ende der Toefflitour.

Und fuer alle Pakistanis: A very happy new year, auch ohne Benazir...

Tuesday, December 25, 2007

Toefflitour Diaries 8

Dienstag, 25.12.2007

Standort: Dharamsala, Himachal Pradesh

Fahrer:
Zustand: Gut.

Scooter:
Gefahrene Kilometer: Isch doch glich! (Kilometerzaehler ist kaputt.)
Zustand: Gut.
Reparaturen: Keine.

Bemerkungen: Ich bin jetzt in Dharamsala. Das ist da wo der Dalai Lama wohnt. Ich habe mich gestern mit dem Dalai getroffen. (Wir haben auch gleich dutzis gemacht. Ich sage ihm Dalai, er sagt mir Steffu...)



Save Tibet!

Friday, December 21, 2007

Toefflitour Diaries 7

Freitag, 21.12.2007

Standort: Chandigarh, Chandigarh

Fahrer:
Zustand: Gut und happy. Tolle Stadt!

Scooter:
Gefahrene Kilometer: Isch doch glich! (Kilometerzaehler ist kaputt.)
Zustand: Gut.
Reparaturen: Keine.

Bemerkungen: Foto des Tages. Nein... Foto des Jahres!!!

Peinliche Begegnungen am Strassenrand, oder: Doggystyle in Uttaranchal.

Saturday, December 15, 2007

Toefflitour Diaries 6

Samstag, 15.12.2007

Standort: Rishikesh, Uttaranchal

Fahrer:
Zustand: Wieder gut... Bis gestern, nicht sehr gut. Kalt! Und der Magen, dieser Sauhund! Zwei Tage gefastet...

Scooter:
Gefahrene Kilometer: Isch doch glich! (Kilometerzaehler ist kaputt.)
Zustand: Wieder gut! Aber dreckig.
Reparaturen: Schalthebel ausgewechselt nach Bruch. (Endlich einmal ein richtiger Defekt!). Pneus aufpumpen.

Bemerkungen: Rishikesh ist die Yoga- und Meditationskapitale von Indien. Das ist sehr inspirierend. Heute habe ich folgendes Gedicht herbeimeditiert:

Ashram

Ein Ashram ist besser als keiner,
ein grosser Ashram ist besser als ein kleiner,
ein alter Ashram ist besser als ein neuer,
ein billiger Ashram ist besser als ein teuer,
ein voller Ashram ist besser als ein leerer,
ein Ashram mit Guru ist besser als einer mit Lehrer.

Thursday, December 6, 2007

Toefflitour Diaries 5

Samichlousetag, 6.12.2007

Standort: Lucknow, Uttar Pradesh

Fahrer:
Zustand: Sehr gut.

Scooter:
Gefahrene Kilometer: Isch doch glich! (Kilometerzaehler ist kaputt.)
Zustand: Immer noch sehr gut!
Reparaturen: Keine.

Waewus Poetry Slam of the day: Der Inder in der Inderin. (Mhuahahahahah...)

Saturday, December 1, 2007

Toefflitour Diaries 4

Samstag, 1.12.2007

Standort: Allahabad, Uttar Pradesh

Fahrer:
Zustand: Koerper: Gut. Seele: Mittel. (Hat Heimweh nach de Baerge, nach em Schoggi und em Wii...)

Scooter:
Gefahrene Kilometer: Isch doch glich! (Kilometerzaehler ist kaputt.)
Zustand: Immer noch sehr gut!
Reparaturen: Keine.

Bemerkungen: Ich habe jetzt den Ganges erreicht. Darauf hatte ich mich schon lange gefreut. Ich habe dann sogleich ein Bad in diesem heiligen Fluss genommen. Ich war ja diesen Sommer nie in der Aare... und fuer etwas habe ich ja die Badehosen mitgenommen, oder? Fazit: Was uns Bernern gut ist, ist den Indern schon gange recht.


Zur Illustration noch dieses Bild vom Ufer des Ganges: Ich bin der Helle mit den behaarten Bauch im hinteren Teil der vordersten Reihe. Ein Gedraenge fast wie beim Schoenausteg!

Thursday, November 22, 2007

Toefflitour Diaries 3

Donnerstag, 22.11.2007

Standort: Bhopal, Madhya Pradesh

Fahrer:
Zustand: Gut. Rueckenweh und Aeckegstabi vom vielen Scooterfahren.

Scooter:
Gefahrene Kilometer: 3840
Zustand: Immer noch sehr gut!
Reparaturen: Keine.

Waewus Weisheit des Tages: Je aermer die Gegend, je slummiger das Quartier, desto schoener die Inderinnen.

Monday, November 19, 2007

Toefflitour Diaries 2

Montag, 19.11.2007

Standort: Jalgaon, Maharastra

Fahrer:
Zustand: Sehr gut, aber etwas dreckig.

Scooter:
Gefahrene Kilometer: 2720
Zustand: Immer noch sehr gut!
Reparaturen: Kupplungskabel wechseln, Pneus aufpumpen, Waschen

Weitere Bemerkungen:
Habe meine Ernaehrung voellig umgestellt seit ich alle paar Tage bei jemandem zu Besuch bin. Zu Besuch: Fressen von Morgen bis Abends, soviel es geht und noch mehr. Ich habe keine andere Wahl, das Essen wird dir einfach auf das Teller geknallt ohne zu fragen, und nicht essen geht auch nicht, das wird nicht akzeptiert. Unterwegs: Fasten. Ich halte es jeweils gut zwei Tage lang mit einer bescheidenen Chay-Zuckerrohrsaft-Ziagretten-Diaet aus... Danach habe ich jeweils sogar wieder ein bisschen Hunger...
Ueberigens sorgt dieses indische Essen auch fuer beeindruckende Verdauungsphaenomene! 4 bis 5 Stuhlgaenge pro Tag sind inzwischen nichts Ungewoehnliches mehr fuer mich.

Saturday, November 10, 2007

Toefflitour Diaries 1

Samstag, 10.11.2007

Standort: Kolhapur, Maharastra

Fahrer:
Zustand: Mittel (Diharroea, wegen zuviel Essen bei indischem Gastgeber), sonst gut.

Scooter:
Gefahrene Kilometer: 1870
Zustand: Sehr gut (Holz anlangen!)
Reparaturen: Zuendkerze auswechseln, Motor putzen und einstellen

Unterwegs gesehen:
Toter Hund (Ueberfahren)
Tote Katze (Ueberfahren)
Toter Leguan (Ueberfahren)
Tote Schlange (Ueberfahren)
Tote Kraehe (Ev. auch ueberfahren)
Tote Sau (war einfach tot)
Tote Ratte (Ueberfahren)
Totes Eichhoernchen (Ueberfahren)
Toter Inder (natuerlich gestorben, war gerade Beerdigung)

Saturday, October 20, 2007

Ayudha Pooja


Heute war Ayudha Pooja. "Ayudha" bedeutet "Waffen" auf Deutsch, "Pooja" bedeutet "Zeremonie" oder so... Ursprünglich ging es darum, an diesem Tag die Waffen zu verehren und zu würdigen, ich glaub... Heute nun machen es die Inder nicht mehr mit den Waffen, sondern mit dem Auto, dem Scooter, der Bohrmaschine, dem Computer, dem Toaster und der Waschmaschine.

An diesem Tag werden die Maschinen verehrt. Die Inder putzen sie und lassen sie einen Tag lang ausruhen.

Im Institut kam ein Hindu-Priester vorbei und segnete all die Computer und Lötkolben und Handys. Mit dem Auto und dem Scooter fresen sie zum Tempel. Mit ein bisschen farbigem Puder, Blumen, ein bisschen Feuer, Räucherstäbchen und zwei Bananenstauden wird das Gefährt gesegnet. Dann müssen sie noch über eine Zitrone fahren, das gehört auch dazu. Oft wird auch die Windschutzscheibe mit Hakenkreuzen und anderen Hindusymbolen verziehrt.

Man muss sie lassen, diese Inder. Chlatsches Volk...



Thursday, October 18, 2007

Inder of the Day: Veerappan

Veerappan begann seine eindrückliche Karriere im Alter von 14, als er zum ersten Mal einen Elefantenbullen erschoss. Während über 20 Jahren wirkten er und seine Bande in den abgelegenen Wäldern in den Bergen im Süden Indiens. Er verdiente Millionen mit dem illegalen Elfenbeinhandel. Geschätzte 200 tote Elefanten später, verlegte er seine Aktivitäten allmählich auf ein nicht mider lukratives Geschäft, den Schmuggel von Sandelholz. Dieses Holz ist äusserst rar und wird wegen des speziellen Duftes weltweit zur Herstellung von Parfüms gebraucht. Es wird geschätzt, dass Veerappan zwischenzeitlich etwa 70% des weltweiten Sandelholzhandels kontrollierte und Holz im Wert von 20 Millionen US$ ins Ausland schmuggelte. Heute kommt Sandelholz in Südindien praktisch nicht mehr vor, Veerappan hat alles abgeholzt.

1986 wurde Veerappan zum ersten Mal ins Gefängnis gesteckt, jedoch nicht für lange Zeit. Nach seiner Flucht begann eine jahrelange Jagd auf den Banditen, die immer groteskere Formen annahm und mit der Zeit ganz Südindien in Atem hielt.

Veerappan war der Polizei und der Armee stets einen Schritt voraus. In einem Gebiet so gross wie der Kanton Bern, das grösstenteils aus dichten Dschungel besteht, unterhielt er über 60 Camps, wo er sich versteckte und seinen Elfenbein- und Sandelholzschmuggel betrieb.

Veerappan bezahlte die arme Bevölkerung in der Bergen für ihre Mitarbeit im Schmuggelgeschäft und dafür, dass sie ihn nicht verrieten. Er war bekannt für seine grosszügigen Geschenke in den Dörfern und Tempeln der abgelegenen Bergregion. Dies machte ihn sehr populär.

Gleichzeitig behandelte er alle, die nicht mit ihm kooperierten mit äusserster Grausamkeit. Verräter und Informanten der Polizei liess er foltern oder auf der Stelle umbringen. Er kidnappte und ermordete verschiedene Parkwächter, Angestellte des Forest Service und sogar Regierungsmitglieder der südindischen Bundesstaaten. Im April 1993 überfiel er mit seiner Bande eine Polizeipatrouille und tötete 21 Polizisten. Darauf wurden über 600 Soldaten auf die Jagd nach Veerappan geschickt, jedoch ohne Erfolg.

Nebst seinen eher weniger löblichen Primärinteressen, dem Delinquieren und dem Töten von Elefanten und Polizisten, war Veerappan aber ein äusserst kultiverter Zeitgenosse. Schon nur sein Schnauz, welcher er täglich pflegte, ist in ganz Indien legendär. Er galt als Liebhaber und ausgezeichneter Kenner von indischer Musik. Er las viel und hörte täglich BBC Radio. Ausserdem wird gesagt, dass er über 100 Mal "The Godfather" geschaut habe.

Im Jahr 2000 gelangte Veerappan zu gesamtindischer Berühmtheit, als er den legendären Tamil-Filmschauspieler Rajkumar entführte und über 100 Tage gefangenhielt. Der Schauspieler kam unter mysteriösen Umständen wieder frei, doch die Sache wurde immer wie ungemütlicher. Denn immer mehr wurde klar, was viele Journalisten und Kommentatoren schon lange behauptet hatten: Dass Veerappans jahrelange Flucht nämlich nur dank den korrupten Politikern und Polizeikommandanten der südindischen Bundesstaaten möglich war. Und dass wohl ein beträchtlicher Teil des Elfenbein- und Sandelholzgeldes in den Taschen dieser Politiker landete.

Im August 2002 entführte er einen ehemaligen Minister von Tamil Nadu. Drei Monate später wurde dieser tot im Wald gefunden. Inzwischen waren über 1 Million US$ Kopfgeld auf Veerappan ausgesetzt, die Polizei aus drei verschiedenen Bundesstaaten und die indische Armee machten gemeinsam Jagd auf den Banditen.

Es wurde langsam Zeit, dass diese Geschichte ein Ende nahm und am 18. Oktober 2004 schliesslich ging es Veerappan dann endlich an den Kragen. In einem Gefecht mit der Armee wurde er erschossen. Mit seinem Tod schaffte er es sogar auf die Titelseite der Zeitschrift "India Today".

Damit hat Veerappan einen "Inder of the day" mehr als verdient! Heute jährt sich zum dritten Mal sein Todestag. Veerappan war verheiratet und Vater von 3 Kindern. Später jedoch waren es dann aber nur noch 2. Laut Legende soll er nämlich seine eigene Tochter erwürgt haben, als sie ihn zu verraten drohte...

Tuesday, October 16, 2007

Freuden der Forschung IV (letzter Eintrag!): Schluss

Ich verabschiede mich jetzt von den Sensoren und den Laborindern. Und von der EPFL. Danke für die schöne Zeit! Adieu!

Den Schlusspunkt überlasse ich gerne Tony Clifton, der kann das besser als ich. Ich widme dieses Video der EPFL und allen Alinghifreunden. (Ganz besonders die letzten 2 Sekunden!)

Tony Clifton: EPFL Abschiedsgruss

Monday, October 8, 2007

9. Oktober 1967

Tristeza en la muerte de un héroe

Los que vivimos esta historia,
esta muerte y resurrección
de nuestra esperanza enlutada,
los que escogimos el combate
y vimos crecer las banderas,
supimos que los más callados
fueron nuestros únicos héroes
y que después de las victorias
llegaron los vociferantes
llena la boca de jactancia
y de proezas salivares.

El pueblo movió la cabeza:
y volvió el héroe a su silencio.
Pero el silencio se enlutó
hasta ahogarnos en el luto
cuando moría en las montañas
el fuego ilustre de Guevara.

El comandante terminó
asesinado en un barranco.

Nadie dijo esta boca es mía.
Nadie lloró en los pueblos indios.
Nadie subió a los campanarios.
Nadie levantó los fusiles,
y cobraron la recompensa
aquellos que vino a salvar
el comandante asesinado.

¿ Qué pasó, medita el contrito,
con estos acontecimientos?

Y no se dice la verdad
pero se cubre con papel
esta desdicha de metal.
Recién se abría el derrotero
y cuando llegó la derrota
fue como un hacha que cayó
en la cisterna del silencio.

Bolivia volvió a su rencor,
a sus oxidados gorilas,
a su miseria intransigente,
y como brujos asustados
los sargentos de la deshonrra,
los generalitos del crimen,
escondieron con eficiencia
el cadáver del guerrillero
como si el muerto los quemara.

La selva amarga se tragó
los movimientos, los caminos,
y donde pasaron los pies
de la milicia exterminada
hoy las lianas aconsejaron
una voz verde de raíces
y el ciervo salvaje volvió
al follaje sin estampidos.

Pablo Neruda

Wednesday, September 26, 2007

Cricket crazy part of the world

Liebe Leute, hört, hört, was uns hier in diesen Tagen Freude macht. Gestern ist Indien Weltmeister im Cricket geworden! Und zwar gegen Pakistan... Besser geht es nicht!

Und wenn Indien Cricket Final hat, dann sieht das so aus (Bilder und Kommentare aus der Zeitung "Times of India"):

Fans of Yuvraj Singh, in Chandigarh, hold a bat-shaped cake and send their wishes for the final of the ICC World Twenty20 cricket match. The final will be played between India and Pakistan today in Johannesburg, South Africa.

Team India fans seek divine blessings as MS Dhoni and the boys take on traditional rivals Pakistan in Johannesburg in the finals of the Twenty20 World Cup. India won the toss and decided to bat first.

R P Singh celebrates after bowling Pakistan's Kamran Akmal for a duck during the Twenty20 Cricket World Championship final at Wanderer's Stadium in Johannesburg.

Indian players celebrate after beating Pakistan in the Twenty20 Cricket World Championship Final at Wanderer's Stadium in Johannesburg. India won the match by five runs.

Bollywood actor Shah Rukh Khan celebrates India's victory at the finals of the ICC World Twenty20 where India defeated arch-rivals Pakistan by five runs in Johannesburg, South Africa.

Dhoni and his boys lift the ICC World Twenty20 trophy after beating Pakistan in the finals in Johannesburg, South Africa.

Cricket fans in Mumbai go ecstatic over India's victory in the Twenty20 World Cup. India defeated arch-rival Pakistan by 5 runs at the Wanderers in Johannesburg, South Africa.

Delighted fans storm the roads, waving the national flag in Bangalore after India won the Twenty20 World Cup after defeating arch-rival Pakistan.

Hier die letzten Würfe des Spiels:

YouTube Video 1

Und zum Schluss gibts noch den Weltrekord von Yuvraj Singh aus dem Vorrundenspiel gegen England: 6 Sixes nacheinander...

YouTube Video 2

Voilà, darum sind hier alle fröhlich heute...

Monday, September 24, 2007

Finales Desaster!

Manchmal wäre es gäbig, wenn dieser blöde Blog bloss nicht wäre... Zum Beispiel jetzt. Dann müsste ich jetzt nicht über den Final von gestern berichten. Aber ich will ja kein Schlappschwanz sein, sondern ein harter Siech, bis am Schluss. Also, hier kommt das Resultat vom Final:

CEDT - Solid State Physics 0 - 7

Anzufügen wäre noch, dass der Schiri ein achtes Tor aus Goodwill wegen Offside fälschlicherweise aberkannte. Und dass er sowieso andauernd Fehlentscheide zu unseren Gunsten machte, in der Hoffnung, das Spiel würde etwas interessanter werden. Und anzufügen wäre noch, dass wir null Mal auf das Tor geschossen haben. Und dass einfach alles an uns schlecht war gestern... Nun herrscht allgemeines Wundenlecken beim Team CEDT.

Egal, als Preis für unseren zweiten Platz bekamen wir von der Uni einen gebrauchten Fussball als Trophäe und für jeden Spieler ein (noch nicht gebrauchtes) Tshirt über. (Der Preis für die Siegermannschaft war ein nigunaguneuer(!) Fussball...)

Und, angesichts der eher tristen Nachrichten, sei hier noch folgende Randbemerkung erlaubt: "Stiifen" vom Team CEDT wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Das freut! (Preis: 1000.- Rupien Sonnenbrillengutschein) Ob's nun indische Gastfreundschaft oder wirklich so war, sei mal dahingestellt.

Fazit: Jetzt ist fertig geschuttet. Endlich kann ich wieder pennen am Morgen und muss nicht jeden Tag um 6h30 aufstehen und auf diesen Bitz hinaus ins Schuttraining gehen. Auch das freut!

Fotos vom Final: CEDT bekommt grausig eines auf die Fresse!

Friday, September 21, 2007

Im Final!

Der CEDT Sturmlauf geht weiter...

CEDT - MBA 1 : 0

CEDT brillierte einmal mehr mit einer tadellosen Defensivleistung. Das entscheidende Tor erziehlte Anirbhan in der zweiten Halbzeit. Er verwandelte einen Freistoss aus 20 Metern.

CEDT muss am Sonntag im Final auf seinen Spielmacher Gopal verzichten. Er schied nach einem unglücklichen Zusammenprall mit einem Teamgefährten verletzt aus. Diagnose: Jochbeinfraktur.

Monday, September 17, 2007

Tagebuch

Lieber Blog

Es wird langsam Zeit, dass ich hier fertig werde. Raus aus diesem Labor, weg von meinen Laborindern. Ich halte es bald nicht mehr aus. Du hast es dir sicher schon gedacht...

Meine Laborallergie wird jeden Tag stärker. Heute passierte es zum ersten Mal, dass ich zwei Mal am gleichen Tag davonlief. Raus! Ruhe!

Das erste Mal, als sie gegen Mittag wieder ihre Töpfchen mit dem Reis und den so super fein riechenden Sösschen und Gemüsen hervorkramten, und zwischen den Computern zu mampfen begannen. Und genüsslich schmatzten und sich ihre verschmierten Finger leckten. Ach bitte, ihr Guten, tut mir doch wenigsten EINMAL den Gefallen und fresst woanders. Warum um alles in der Welt müsst ihr euer Reis fressen, während ich 2 Meter daneben meine Diplomarbeit am schreiben bin.

Und dann, gerade vorhin, fingen sie wieder zu schwatzen an, wie jeden Abend. Quer durch das Labor, hin und her, eine fröhliche Plauderei! In ihrer huren ille-ulle-ulle-ille-Sprache. Herrgott, muss das sein, jeden Tag... Sagt der eine: "Ille ulle alle ille ullo". Darauf der andere: "Ulle alle alle ullo illo". Und so weiter, und dann wird gelacht und sich amüsiert. Und irgendwann knalle ich mein Bleistift auf das Pult und laufe davon. Und denke dabei Dinge, die man hier leider nicht schreiben kann...

Ach, lieber Blog, ich möchte ja nicht so sein. Aber ich weiss es bereits jetzt, morgen, sobald sie wieder im Labor sind, werde ich mich wieder nerven... Was soll ich tun, lieber Blog? Ich möchte ja bloss meinen Bericht schreiben... Ok, du hast ja recht, ich weiss, es geht nicht mehr lange...

Bis bald
Stefan

Friday, September 14, 2007

CEDT mit Glück im Halbfinal

Wir sind im Halbfinal! Gestern gewannen wir gegen LTL United 6 - 4 nach Penaltyschiessen. Danach gab es eine Riesenparty im Fruit Juice Center...

Matchtelegramm (2 x 25 Minuten):

15 Minute: 0 - 1 Führung für LTL
30 Minute: 1 - 1 CEDT Ausgleich durch Gopal
35 Minute: 2 - 1 CEDT Führung durch Tensing
45 Minute: 2 - 2 Ausgleich für LTL

Verlängerung ohne Tore.

Penaltyschiessen:

LTL: o
CEDT: o (Staehli)
LTL: o
CEDT: o (Gopal)
LTL: x (über das Tor)
CEDT: o (Gael)
LTL: x (Bharath hält)
CEDT: o (Anirbhan)

Thursday, September 13, 2007

Faustrecht der Freiheit

Mathieu ist nicht mehr da... Seit einer Woche ist er weg. Am Mittwoch am Morgen um 3 Uhr fuhren wir mit seinem Scooter quer durch Bangalore zum Flughafen. Er fuhr und ich sass hinten und hatte seinen Koffer auf den Knien. Um 4 Uhr waren wir beim Flughafen und dann tranken wir einen Kaffee und rauckten eine letzte Zigi. Dann ging er zum Check in und nahm ein Flugzeug nach Frankreich. Jetzt ist er nicht mehr da. Blöd...

Den Scooter hat er dagelassen. Er hatte keine Lust ihn zu verkaufen. Darum hat er ihn mir geschenkt. Also nahm ich den Scooter und fuhr wieder nach Hause. Ich war müde und wollte pennen.

Der Scooter ist eine Bereicherung. Ein wunderbares Geschenk! Sowieso, Mathieu hat sich hier einen Namen gemacht als Geschenklimacher. Er hatte mir ja seinerzeit bereits das Kampfflugzeug geschenkt. Und jetzt den Scooter. Doch das ist nicht alles. Er hat mir ganz viele Geschenkli gemacht:



- 1 Fahne der rechtsextremistischen Hindupartei BJP (Bharatiya Janata Party), die er einmal gefunden hatte. Sie hängt jetzt bei mir in der Wohnung.







- 1 dreckiger Polizeihut, den er einmal am Boden entdeckte, als er seinen Scooter parkieren wollte.










- 1 DVD und 3 heruntergeladene Filme von Rainer Werner Fassbinder. "Der amerikanische Soldat", "Die bitteren Tränen der Petra von Kant", "Warnung vor einer heiligen Hure" und "Faustrecht der Freiheit". Immer am Mittwoch schauten wir Fassbinder Film!


- 1 Flachmann mit Schlangenlederdekoration gefüllt mit Whiskey.










- 3 Packungen indische Pariser mit sexy Liebesszenen darauf.



- Etwa 30 DVDs. Mathieu hat hier in Indien nämlich durchschnittlich etwa 2 DVDs pro Tag geschaut (Und sonst eigentlich nicht viel gemacht. Ausser noch mit dem Scooter herumzufahren... Ok, seinen Stage hatte er auch noch. Er musste jeden Tag Inder in einem Kernspintomographen untersuchen. Einmal kam eine Inderin mit Burka zur Untersuchung und die hat er scheins kurzerhand grad samt ihrer ganzen Moslemkluft in die Röhre geschoppt.) Aber sonst hat er immer Filme geschaut. Und dabei immer betont, er mache es nur, um besser Englisch zu lernen. Aber sein Englisch blieb mega scheisse bis am Schluss, trotz der Filme...



- 1 CDROM mit allen Fotos, die er in Indien gemacht hat. So brauche ich jetzt nicht einmal mehr nach Hampi zu gehen, um dort zusammen mit 100'000 Israelis und Franzosen 700 Föteli von den Tempeln und den Ruinen zu machen. Habe ich jetzt alles supi auf einer CDROM. (Ok, das war eigentlich kein Geschenk, sondern eine Bestellung. Aber ist trotzdem nett!)

Saturday, September 8, 2007

Team CEDT ungefährdet!

(si) Team CEDT hat auch das dritte Vorrundenspiel am IISc 7's Cup gewonnen und sich souverän für die Viertelsfinals qualifiziert. Am Freitag setzte sich das Team von Headcoach Tanmoy Bhattacharaya gegen Physics mit 2 zu 0 durch.

Physics begann das Spiel offensiv und setzte die CEDT Abwehr in der ersten Spielphase unter Druck. Doch die Dreierabwehrkette mit Anandrup, Rejil und Staehli hielt dem Anfangsfurioso stand und löste ihre Aufgabe am gestrigen Nachmittag fehlerfrei.

In der CEDT Offensive setzte einmal mehr der Bengali Gopal Mandal die Akzente. Er war es, der kurz vor der Pause einen Corner von Anirbhan mit dem Kopf zur 1 zu 0 Führung verwertete.

Anirbhan, die Entdeckung des Spiels im Team CEDT, sorgte 10 Minuten vor Schluss mit einer schönen Einzelleistung für die Vorentscheidung. Er umdribbelte die Physics Abwehr und schloss seine Aktion mit einem präzisen Linksschuss ab.

CEDT kontrollierte in der Folge das Geschehen auf dem Platz. Ein letztes Aufbäumen von Physics blieb ohne Erfolg.

Das Überraschungsteam aus dem Institut für Electronics Design Technology (Zur Erinnerung: Vor 2007 gab es noch nie einen Sieg am 7's Soccer carnival) darf sich nun berechtigte Hoffnungen auf weitere Erfolge in den Knock-Out Runden machen. Mit 9 Punkten aus 3 Spielen und 8 zu 1 Toren haben sie ihre Ambitionen auf den Titel deutlich untermauert!

Der Viertelfinalgegner von CEDT wird an diesem Wochenende ermittelt.

Headcoach Tanmoy Bhattacharaya kann mit der Leistung seines Teams zufrieden sein.

Tuesday, September 4, 2007

IISc Seven's Cup 2007 carnival

Also, wir haben ja im Moment Schuttturnier an der Uni hier. "IISc Seven's Cup 2007 carnival" heisst das auf Inder English.
Ich bin linker Aussenverteidiger in der Mannschaft von meinem Institut. Zwei Vorrundenspiele haben wir bereits absolviert:

26.8.2007: CEDT - Red Devils 2 - 1

2.9.2007: CEDT - ICE 4 - 0

2 Spiele, 2 Mal gewonnen. Das heisst, wir sind bereits für die Viertelsfinals qualifiziert. Geil! Wer hätte das gedacht... Nächstes Spiel ist am Freitag. Der Blog wird darüber berichten.

Auf dem Mannschaftsfoto (von links nach rechts): Tensing (F), Bharath (G), Prasanna (F), Anirban (F), Nayan (D), Rajil (D), Siddharth (F), Gopal (F), Ig (D), Anandrup (D)

Hier hat es Fotos vom ersten Match: CEDT - Red Devils

Tuesday, August 28, 2007

"Die Landschaften ändern sich, doch die trostlosen Denkgewohnheiten bleiben gleich."

Die nachfolgenden Zitate stammen aus einem Artikel von dem englischen Autor James Hamilton-Paterson (Das Magazin: Das Ende des Reisens). Er schreibt darüber, wie sich das Reisen in den letzten 30 Jahren verändert hat und zu etwas ausgesprochen Doofem geworden ist.

(Wenn ich Zeit habe, werde ich versuchen, das Zeug auf Französisch zu übersetzten. Es wäre nämlich gut, wenn all meine Lonely-Planet-Fucker-Franzosen-Freunde diese Sätze auch lesen könnten...)


"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er nichts mehr erzählen. Alle haben alles schon gesehen (und nichts erlebt dabei). Der Tourismus von heute ist nur noch ein schlechter Trip."

"Ein einleuchtender Unterschied zwischen Reisen und Tourismus dürfte sein, dass der oder die Reisende eigene Wege geht, wogegen die Touristenpfade gründlich ausgetreten sind."

"Auf dem Erdball herumzuzischen ist zu einer alltäglichen und zunehmend standardisierten Erfahrung geworden."

"Tourismus hat nichts mit Exklusivität zu tun. Im Gegenteil: Er will alle mit einbeziehen, ist eine Industrie, die wild entschlossen ist, dich zu umarmen. Er will, dass du im richtigen Hotel absteigst; dass du möglichst viel Geld ausgibst für alberne Souvenirs; dass du Machu Picchu machst oder den Taj Mahal; er will, dass du die Regenwald-Erfahrung machst, die Rätselhafter-Osten- und die Rosarote-Stadt-die-halb-so-alt-wie-die- Zeit-ist-Erfahrung, und es ist ihm ziemlich egal, wenn du auch noch die Von-Räubern-auf-der-Copacabana-ausgenommen- werden-Erfahrung machst. Wenn deine vierzehn Tage um sind, will er, dass du dich verpisst und alles Geld in der Landeswährung dalässt."

"Es ist bemerkenswert – und für Menschen, die Unterschiede lieben, bemerkenswert deprimierend –, wie schnell der Massentourismus überall auf der Welt der Vielfalt den Garaus macht."

"Wohl vermögen gewitzte Reisende den Rucksack- und Massentouristen noch immer zu entgehen, indem sie sich Reiseführer kaufen, damit sie wissen, wo sie nicht hingehen sollen."

"Ich wundere mich schon gar nicht mehr, warum die Leute diesen rastlosen Drang haben, auf der Welt herumzuflitzen zwischen Orten, die auseinanderzuhalten immer schwieriger wird, in den gleichen schrecklichen Hotels abzusteigen, für die auf CNN geworben wird, und das Gleiche zu tun und zu kaufen, was sie zu Hause tun und kaufen. Dieser lemminghafte Drang, ständig von Ort zu nicht wirklich anderem Ort unterwegs zu sein, ist längst zu einem Lebensstil geronnen. Sonne, Meer und Schnee sind zu Waren geworden und Reisende entsprechend zu Klima- und Landschaftskonsumenten, die sich auf gezähmtem Terrain verlustieren und gleichzeitig per Handy mit ihren Kumpeln zu Hause in Schwatzkontakt bleiben können."

"Die Landschaften ändern sich, doch die trostlosen Denkgewohnheiten bleiben sich gleich."

"Es fällt auf, dass Reisebücher und das Medieninteresse heute weniger vom Bedürfnis zu reisen als vom «Guinness-Buch der Rekorde» bestimmt sind: Es geht darum, als Erster den Mekong auf dem Rücken hochzuschwimmen oder als Einziger in der Antarktis mit dem Snowboard unterwegs zu sein. Nimm ein Kamerateam mit, damit die Welt auch etwas davon hat! Verfolge, wie die Landschaften des Planeten glatt gebügelt werden!"

"Zeuge davon zu werden, dass eine Spezies aus genetischen Gründen ihr selbstzerstörerisches Verhalten nicht zu bremsen vermag, ist schmerzlich. Der Schmerz rührt auch von der reuevollen Einsicht her, mitbeteiligt und dazu verurteilt zu sein, mitanzusehen, wie Spezies um Spezies ausgerottet wird, bloss diejenige nicht, die tatsächlich auszusterben verdiente. Stattdessen vermehrt sie sich mit grässlicher Geschwindigkeit."

"Zu den Nachteilen des Älterwerdens gehört, dass uns Dinge und Erfahrungen so vertraut sind, dass wir geradezu zwanghaft deren Schluss vorwegnehmen: Wir wissen im Voraus, worauf die meisten Gespräche, Menschen, Witze und Regimes herauslaufen werden. Und sogar wenn sie sich ein bisschen anders als erwartet erweisen, gehört auch das noch in den Bereich anerkannter Variablen."

Wednesday, August 22, 2007

Thursday, August 16, 2007

Dummer Scheissdreck!

Noch selten so einen Riesenblödsinn gelesen wie diesen Artikel aus der NZZ:

NZZ, 16.8.2007: 3 Grad mehr kosten eine Milliarde

So ein huren Scheiss! Ich hoffe ihr versteht, was ich meine... Jede Zeile ist so blöd, dass ich es fast nicht glauben kann. So ein abartiger Scheiss, das nervt mich!

1 Milliarde volkswirtschaftlicher Schaden im Jahr 2050... 0.15% des BIP im Jahr 2050. Who the fuck kümmert sich denn um das BIP vom Jahr 2050? 0.45% des BIP vom Jahr 2100. Hallo??

1 Milliarde Schaden... Ooooohhh... Arme Schweiz! 1 Milliarde, das ist ja fast ein Fünftel des Halbjahresgewinns von Nestlé, wie wir gestern in der selben Zeitung lesen konnten... Arme Schweiz, die eine Milliarde Schaden im Jahr 2050 haben wird!

Auch würden wegen dem Klimawandel 1.4 bis 3.1% der Schweizer Exporte gefährdet (sic!) sein. Äuä?? Krass. Die Uhrenindustrie könnte von einem schrumpfenden Luxusgütermarkt betroffen sein. Oje, arme Uhrenindustrie...

Ich glaube es gar nicht. Das BIP ist nämlich scheissegal im Endeffekt, und wir sollten schleunigst aufhören, den Schaden vom Klimawandel und vom Rauchen und vom Saufen und vom Kinderkriegen und vom Schlafen und vom Vögeln und von der Verschlechterung der Spermaqualität in Prozent vom BIP auszudrücken. Oder nicht?

Und sowieso, man könnte sich ja anstatt um 0.15% vom BIP der Schweiz im Jahr 2050 ja zum Beispiel mal 0.15% um das BIP von Sierra Leone oder von Haiti im Jahr 2007 kümmern. Oder 0.15% versuchen, die eigene Intelligenz zu erhöhen, ihr doofen Schweizer BIP-Berechner...

Friday, July 27, 2007

Top Sechs: Die ärmsten Menschen der Welt !

Die deutsche Zeitschrift "Titanic" hat die Forbes-Liste 2007 der ärmsten Menschen der Welt veröffentlicht. Ich erlaube mir an dieser Stelle den Artikel zu zitieren...


Forbes-Liste reloaded

In der Forbes-Liste der sechs ärmsten Menschen der Welt gab es in diesem Jahr so viel Bewegung wie seit langem nicht mehr. Stand heute:

6.) Oqil Rahmanov, Tadschikistan (nichts)

5.) Luiz Salvador, Brasilien (gar nichts)

4.) Samdech Sun Hen, Kambodscha (rein gar nichts)

3.) Mamadou Diaf, Senegal (nullkommanix)

2.) Chandra Bahadur, Nepal (nullkommanullnix)

1.) Heinz, Köln (minus 10 bei Getränke Schneider)

Thursday, July 19, 2007


Der Blog hat Ferien. Am nächsten Mittwoch geht es weiter...

Wednesday, July 18, 2007

IISc

Herr Präsident! Werte Leser, werte Leserinnen! Liebe Angehörige! Verehrte Kollegen und Kolleginnen! Meine Damen und Herren! Hohes Haus! Besucht doch einmal die Homepage von meiner Uni:

IISc Bangalore

Dort hat es auch eine "Virtual Tour" mit Fötelis von allen Gebäuden:

Vörtschual Tour

Dann gehts weiter in meinem Institut, das Centre for Electronics Design and Technology (CEDT):

CEDT

Da hat es ein Föteli von André, meinem Schweizer Austausch-Betreuer:

André

Saubere Sache! André schiesst seit 20 Jahren Tierföteli von indischen Tieren mit Selbstauslöser-Kameras, die er selber bastelt. Hier hat es seine besten Schnappschüsse:

Tierföteli

Ok. Dann hat es ein Föteli vom Chef des Instituts. Hier:

Chef

Und von Prabhakar, meinem Projekt Betreuer:

Prabhakar


Voilà. Ich danke euch herzlich für eure Aufmerksamkeit. Beim Ausgang gibt es jetzt noch Kaffee und Kuchen. Und für die wo nicht mehr länger wei blibe, chömet guet hei, fahret vorsichtig und bis zum nächsten Mal. I ha gschlosse!

Tuesday, July 17, 2007

Commonsense project will be boon for farmers

The Deccan Herald, eine indische Zeitung hat einen Bericht geschrieben über unser Sensorenprojekt:

Commonsense project will be boon for farmers

By Jayalakshmi K, DH News Service, Bangalore:

Microprocessor chips planted in the soil are coming to the aid of the marginal farmer in the state. That is what the Commonsense project, a collaboration between IISc and EPFL Lausanne (Swiss) hopes to do.

The Community Oriented Management and Monitoring of Natural Resources through Sensor Network project, initiated three years ago, is beginning to collect useful data that could provide information on how to use the minimally available water optimally.
A tool in ‘deficit farming’, the sensor network will be most useful to the marginal farmer (2-4 hectares) in semi-arid areas. The sensor network acquires environment parameters that aid in prediction which help reduce risk, said Prabhakara, Chief Scientist with CEDT, IISc. “It has been some time now, but we have started to collect data now. The sensors make it possible to have reliable data gathering in harsh environment.”
This is the first time sensors are being deployed to monitor parameters like soil moisture, temperature, pressure, humidity, rainfall data, wind velocity, etc. The imported sensors cost around $50, while the indigenously made ones are Rs 600 each. Both have been validated.

At C K Pura

The pilot project is ongoing at C K Pura in Tumkur where groundnut is the commonly grown crop.
A local NGO ‘Chenna Keshava Trust’ has been involved in the project, mostly in creating awareness about the project. Also coordinating scientists are from the crop physiology department, UAS, Bangalore.
It has made it possible to have real time continuous data that is crucial for the farmer, said Dr Sheshashayee, UA S.
How much water a crop needs and when to schedule it is very important, he said, and it is this scheduling of irrigation that the sensors help with. He calls it the ‘planned agriculture’ whose actual long-term results may take another ten years to be seen.
“But to begin with, it aids the farmers immensely by telling him when it is crucial to give water, and in the absence of rainfall and soil moisture, it tells him not to waste scarce money on fertilisers, etc. Even when borrowing water at great costs, he is told when exactly the water is most needed by his crop. As also that there is sufficient moisture in the soil and there is no need to go for further irrigation,” he explained.

Water use crucial

With almost 70 per cent of all available freshwater being used for agriculture, and with an estimated one third of global food production being based on irrigation, the need for optimal water use in farming is crucial.
This also assumes importance in the light of climate change warnings.
A study by FAO notes that up to 40 percent of irrigation water in India is wasted. Now, if output can be increased by 25 percent, it would mean that 15 percent of this wastage could be avoided. That is precisely what the ‘Commonsense’ project aims to do.

Deccan Herald, July 15, 2007: Commonsense project will be boon for farmers

Monday, July 16, 2007

Dancing on Glass

Ich habe von meinem Kollegen Mathieu ein Manuskript von einem Theaterstück bekommen. Es wurde von einem gewissen Ram Ganesh Kamatham geschrieben und trägt den Titel "Walking on Glass". Es spielt in einem Call Center in Bangalore :-) und erzählt die Geschichte von Megha, 22, einer Customer Care Consultant, und Gophal, 23, einem Software Ingenieur. Hier ist die erste Szene des Theaters:


Megha's office, a call center. She recieves a call from an American client.

Megha: Hello, welcome to I-Soft Customer Support. I'm Meagan. I will be your care consultant today. How can I help you?

Voice: Uh... hi. Yeah... Uhh... I'm having problems with my Internet.

Megha: I'm so sorry to hear that, but I'm glad I'm the one that got your call. I'm going to do everything I possibly can to help you today. Is that all right for you?

Voice: Yeah.

Megha: Once again, my name is Megan. May I know your name please?

Voice: Uhh. Dan... my name is Dan.

Megha: Thank you, Dan. In order to help you I'll need to pull up your account and ask you a few questions to protect your privacy and security. Is that ok?

Voice: Uhh... yeah.

Megha: We'll get right to it then... Dan, do you have your I-Soft account card with you?

Voice: Yeah. That's the one with the numbers on it, right?

Megha: That's right, Dan. Could you read out the last four numbers of your customer
identification number for me?

Voice: Uhhh... I don't know what that is...

Megha: It's the third number on the I-Soft account card. The one labelled - customer identification number. It has sixteen digits. Could you read out the last four number for me?

Voice: Four... seven... nine... ouh...

Megha: Thank you Dan... (pause) Dan. I'm having some problems with your account. Could you repeat the number for me?

Voice: Four.. seven... nine... eight...

Megha: Four seven nine eight?

Voice: Yeah... that's what I said, didn't I?

Megha: Yes, you did say that, Dan. I'm sorry I didn't hear you the first time. I'll just check your account.

Voice: Uhh... what did you say your name was?

Megha: Meagan. Right Dan, I've just verified your account information. What seems to be the problem with your account?

Voice: When I try to connect to the Internet... it won't let me.

Megha: I apologize for the inconvenience, Dan. I'm sure I'll be able to help you out. Before we get started, I'll need to ask you a few questions. What operating system are you using on your computer?

Voice: Windows.

Megha: Which version of Windows?

Voice: Windows... uhhh... XP, I guess...

Megha: Thank you. How are you connecting to the Internet - a modem, DSL?

Voice: Modem, I guess...

Megha: Thank you. Are you sure your modem is operational?

Voice: What?

Megha: Is your modem working correctly?

Voice: Now how am I supposed to know that?

Megha: Dan, when you switch on your modem, do you see lights on the modem flashing? Or, do you hear some sort of dial-up noise? Like the noise a fax machine makes?

Voice: Meagan, right? You said you're Meagan?

Megha: Yes, that's correct, Dan.

Voice: Meagan, I don't think you're American. I can tell a Paki cunt when I hear one! You're probably some Paki cunt, aren't you?? In like fuckin' Afghanistan or something!

Megha: (pause) Dan, I'm located in Bangalore, India. At the I-Soft Customer Care Centre.

Voice: And you're probably not even called Meagan. You're probably Jamilla or Anitha or something, right?

Megha: Dan, I'm here to help you with any problems you have with your account. Ok? I'm just doing my job.

Voice: No, bitch! You are doing my job. Sitting in front of a computer, and takin' calls. That's my job. That's what I feed my family with, yeah? And you took it away, bitch!

Megha: Dan, is there a problem with your account that I can help you with?

Voice: Now listen up, bitch! Your job... your fuckin' job is to spread your fuckin' legs and let them Marines teach ya some fuckin' lesson. Yeah? That is your goddamn job! Takin' calls is my job, ok? Not yours! You got that? My job!

Megha: Dan, once again, I'm afraid I can only help you with problems related to your I-Soft account.

Voice: The problem with my account is that it doesn't work and the other problem is... I mean, how the hell are you going to solve my problem when you're in fuckin' Afghanistan, you fuckin' bitch! Do you understand what I trying to tell ya?

Megha: Yes, Dan, I completely understand. But as a valued customer, I must ask you to focus on the problem at hand.

Voice: I'm going to get another beer now and when I come back, I'll tell you about the fuckin' problem. Yeah... and... (muffeld thump, dial tone...)

Megha: Dan? Hello? Dan, have a great day and thank you for calling Customer Support!

Megha takes off her headset...

Friday, July 13, 2007

Inder of the day: Marudur Gopalamenon Ramachandran

Marudur Gopalamenon Ramachandran war der grösste Bollywood Held aller Zeiten. Zwischen 1936 und 1978 spielte er Hauptrollen in weit über 100 Bollywoodfilmen. Genannt wurde er bloss "MGR". Er hatte eine riesengrosse, fanatische Anhängerschaft, die ihn abartig verehrten.

Er war so populär, dass er 1977 zum Premierminister des indischen Bundesstaates Tamil Nadu gewählt wurde. Während seiner Regierungszeit florierten Korruption, organisierte Kriminalität und Polizeigewalt. Dies änderte jedoch aber nichts an seiner Beliebtheit.

1984 hatte er einen schweren Schlaganfall. 22 Leute schnitten sich darauf Arme, Finger oder Zehen ab, um sie für seine Genesung zu opfern.

Obwohl MDR in der Folge behindert war und kaum mehr sprechen konnte, blieb er weitere 3 Jahre im Amt. Als er 1987 starb, brachen in ganz Tamil Nadu Unruhen aus, welche über einen Monat andauerten. 2 Millionen Menschen kamen zu seinem Begräbnis und 31 seiner Anhänger brachten sich wegen seinem Tod selber um (laut Augenzeugenberichten wahrscheinlich, ich war jedenfalls nicht dabei...).

Saturday, July 7, 2007

Ta Ra Rum Pum

So! Nach über 3 Monaten in Indien habe ich es endlich getan: Ich war im Kino! Habe mir einen richtigen Bollywood Film angeschaut! Ta Ra Rum Pum hiess er.

Jetzt braucht es aber zuerst einige Grundkenntnisse über Inder-Kinokultur. Denn das ist nicht ganz normal. Erstens dauern die Filme etwa 3 Stunden. Das muss so sein, sonst haben sie nicht genug gesehen. Dann ist es nicht einfach ein Actionfilm, Familienfilm, Liebesfilm oder Tragödie. Sondern alles zusammen im gleichen Film. Es hat Action, Musik, Tanzszenen, Liebesgeschichte, Familiengeschichte, alles zusammen. Masala Movie, nennt man das.

Gesprochen wird in einem Mix aus Hindi und Englisch. Aber auch ohne die Dialoge versteht man die Geschichte ohne Probleme. Denn allzu kompliziert ist sie nicht!

Dann darf ja nie ein richtiger Kuss gezeigt werden auf der Leinwand. Das wäre der grösstmögliche Skandal, der in Indien denkbar ist. In den entscheidenden Szenen kommen sich die Lippen höchstens einmal sehr nahe, und entfernen sich plötzlich wieder voneinander. Oder die Nasen berühren sich einen kurzen Moment lang. Das reicht, mehr ist nicht möglich in Indien.

Aber Kino in Indien ist nicht einfach Filmschauen. Das ist voll die Party! 300 oder 400 Inder in einem einzigen Saal! Auf die Leinwand starrend. Es wird gegrölt, geklatscht und gepfiffen

Der Film wurde in einer grossen Halle auf dem Uni Campus gezeigt. Das machen sie jeden Freitagabend. Dann gehen alle Studenten und Studentinnen hin!

Wir kamen ein bisschen zu spät. Setzten uns irgenwo hin und begannen zu schauen. Mein erster Eindruck: Das ist richtig gut gemacht. Sehr professionell. Ich hatte mir diese Filme qualitatif viel indermässiger vorgestellt. Aber das war Kino, von Leuten, die wissen wie es geht. Kamera, Beleuchtung, der Plot. Beeindruckend professionell, echt!

Und auch die Schauspieler. Nicht indermässig! Nicht mit Schnäuzen, Tüpfen auf der Stirne und Saris. Dieser Typ hatte einen richitg gebuildeten Body und nicht einmal einen Schnauz. Und die Frauen trugen alle Minirock und immer mega gestylt. Und sexy Inderinnen waren das, ayayay!

Der Film spielte in den USA - ausgewanderte Inder... Es ging um Autorennen. Schön!! Und es hatte eine Liebesgeschichte. Und einen Bösewicht. Der am Schluss elendiglichst krepiert. Das war sehr schön!

Hier ist der Trailer zum Film. Damit ihr sieht, wie das aussieht, ein Bollywoodfilm:



Und es hatte einen indischen Beau als Titelheld und eine megaheisse Inderin als Titelheldin. Auch sehr schön! Und indischer Soundtrack und natürlich Tanzszenen. Sehr schön? Na ja, man muss sich daran gewöhnen... :-) Aber die letzten 30 Sekunden sind wirklich weltklasse! Hier ist die Tanzszene vom Film:



Und hier gerade noch eine Tanzszene:



Und dann, plötzlich, nach 2 Stunden Film, kommt so eine Szene:



Fazit: Das war ein richtig geiler Film!

Neues von Mathilde, oder: L'ennui de Yohan - Ein Communiqué

Es gibt Neues von Mathilde und Yohan. Sie waren ja unterdessen ein paar Wochen zurück in Frankreich, die NGO hat ihnen die Flüge offeriert. Zuerst eine traurige Nachricht: Mathilde ist nicht mehr da. Ist nach dem Aufenthalt in Frankreich nicht mehr nach Indien zurückgekehrt. Will wohl neue Herausforderungen suchen für ihr Leben... Yohan ist wieder da, aber Mathilde fehlt. Und wie!

Und eine noch traurigere Nachricht gibt es: Yohan hat den Chauffeur gefeuert! Also, besser gesagt, der Chauffeur hat sich eigentlich eher selbst gefeuert. Er hat nämlich, so wie es scheint, während der Abwesenheit von Yohan und Mathilde mit dem Auto der NGO mal so richtig über die Stränge gehauen. Und das kam dann nicht so gut heraus.

Jedenfalls bekam Yohan einen Tag nach der Rückkehr einen Anruf von einer Garage. Sein Auto sei da bei ihnen, in einem denkbar üblen Zustand. Es sei vor zwei Wochen hier abgegeben worden. Vom Chauffeur selber, so wie ich das verstanden habe. Genau weiss ich aber nicht (Tschuldigung für die schlechte Recherchearbeit, aber ich kann ja den Yohan nicht wie ein Journalist ausfragen, sonst meint er noch, ich schreibe eine Reportage über sein Leben hier...).

Yohan ging darauf in die Garage und fand seinen Wagen derart kaputt, dass man ihn am gescheitesten gerade zum Rupp nach Buchsi gebracht hätte. Das hat ihm dann schwer zu schaffen gemacht. So habe er sich die Rückkehr nach Indien nicht vorgestellt, sagte er.

Der Chauffeur hatte sich inzwischen aus dem Staub gemacht. Er hat wohl gemerkt, dass er Scheiss gebaut hat. Ich stelle mir vor, er hat jetzt eine andere Handynummer und hockt wieder wie früher in seinem Quartier am Boden herum und trink Chay den ganzen Tag lang.

Yohan konnte einem richitg Leid tun. So ohne Mathilde und ohne Chauffeur und mit einem kaputten Auto. Er sagte, er habe sich noch nie so schrecklich gefühlt seit er in Indien ist. Er müsse jetzt schnellstmöglich mit seiner NGO reden, sagte er auch noch. Und sie informieren. Sie haben ja das Auto bezahlt.

Ich weiss jetzt noch gar nicht, wie diese Geschichte zu Ende gehen wird. Jedenfalls gibt es erstmals keine Erdbeertorten mehr für mich, soviel ist sicher. Den Yohan habe ich gestern wieder gesehen. Er hat sich etwas gefangen, er schien schon wieder viel glücklicher zu sein als noch letzte Woche, als er sich so schrecklich fühlte hier in Indien. Ich war sehr erleichtert zu sehen, dass es ihm besser geht!

Wahrscheinlich hat er inzwischen auch mit seiner NGO telefoniert. Und die haben wahrscheinlich prompt auch eine Lösung parat gehabt für sein Problem. Wahrscheinlich haben sie ja noch genug Tsunami Spenden überig. Und wenn man damit mal ein Auto kauft für einen Mitarbeiter, und kurz darauf noch ein zweites, ach, das merkt doch niemand...

Apropos Tsunami Spenden, hier hat es noch weiterführende Literatur: Die Weltwoche, Ausgabe 27/07: 1000 US-Dollar für eine beschädigte Haustür in Sri Lanka

Wednesday, July 4, 2007

Heimweh

Ay, das ist jetzt gerade sehr hart. Einen solchen Beitrag zu lesen, hier in Indien. Wie habe ich das nur verdient? Ich will nach Hause! Ins Marzili, ad Front eis ga zie und auf die Pläfä! Aber schnell, gopfertammi!

Das Magazin, 26/2007: Das Frauenwunder von Bern

Seefahrt

Das Internet ist ja sicher nicht der richtige Ort, um seine Neurosen auszuleben - aber, ich muss an dieser Stelle noch ein letztes Mal über mein liebstes Thema schreiben...

Das Alinghi Segelschiff hat ja jetzt wieder den Americas Cup gewonnen. Ich hatte so wahnsinnig Freude, dass ich für die Alinghi ein Gedicht geschrieben habe. Es heisst "Seefahrt".


Seefahrt

Lange Tag' und Nächte stand mein Schiff befrachtet;
Günstger Winde harrend, saß mit treuen Freunden,
Mir Geduld und guten Mut erzechend,
Ich im Hafen.

Und sie waren doppelt ungeduldig:
Gerne gönnen wir die schnellste Reise,
Gern die hohe Fahrt dir;
Wartet drüben in den Welten deiner,
Wird Rückkehrendem in unsern Armen
Lieb und Preis dir.

Und am frühen Morgen wards Getümmel,
Und dem Schlaf entjauchzt uns der Matrose,
Alles wimmelt, alles lebet, webet,
Mit dem ersten Segenshauch zu schiffen.

Und die Segel blühen in dem Hauche,
Und die Sonne lockt mit Feuerliebe;
Ziehn die Segel, ziehn die hohen Wolken,
Jauchzen an dem Ufer alle Freunde
Hoffnungslieder nach, im Freudetaumel
Reisefreuden wähnend, wie des Einschiffmorgens,
Wie der ersten hohen Sternennächte.

Aber gottgesandte Wechselwinde treiben
Seitwärts in der vorgesteckten Fahrt,
Und sie scheint sich ihnen hinzugeben,
Strebet leise sie zu überlisten,
Treu dem Zweck auch auf dem schiefen Wege.

Und an jenem Ufer drüben stehen
Freund' und Lieben, beben auf dem Festen:
Ach, warum ist sie nicht hier geblieben!
Ach, der Sturm! Verschlagen weg vom Glücke!
Soll die Gute so zugrunde gehen?
Ach, sie sollte, ach, sie könnte! Götter!

Alinghi, edles Boot, es braucht dich nicht.
Nur blöde Scheisskaptalisten und Schweizer Füdlibürger,
interessieren sich für dich.
Ich wünsch dir was,
dass Mast und Kiel und dein karbonfaser-optimierter Rumpf dir bricht.
Und du und deine blöden Skipper und Strategen,
Trimmer und Grinder, in den Meerestiefen verschwinden,
und alle Alinghikleiderträger mit dir mitversaufen.

Tuesday, July 3, 2007

Coiffeur

Heute gebe ich hier mal eine Anekdote zum Besten. Schliesslich ist das hier Indien, und Indien ist ein Land, wo alle Leute immer Anekdoten erleben. Also, gestern war ich beim Coiffeur.

Ich schritt in den erstbesten Schuppen. Wurde erfreut empfangen, und der Chef wies mir einen Platz auf der Bank zu. Er sei gleich soweit. Ich setzte mich und las in einem Heftli - über Bollywoodfilme und Bollywoodfilmstars (Den Indern ist wirklich nicht mehr zu helfen mit diesen Kinozeugs. Eigentlich ist das wie das Schutten bei uns. Es gibt sogar Fanclubs von einzelnen Schauspielern! Das wäre eigentlich auch einmal einen Eintrag wert...). Aber egal. Eben, im Salon, der etwa 2x3 Meter gross war, sassen 3 Inder und wurden von 3 Frisören frisiert. Dazwischen huschte barfuss ein magerer Knabe umher, der die Haare am Boden zusammenkehrte, die Rasierbecken wusch, und stets aufmerksam den Befehlen des Chefs lauschte, welcher ihn harsch umherkommandierte. Neben mir sassen noch 3 weitere Inder auf der Bank und warteten. Dazu lief indische Filmmusik, an der Wand über dem Spiegel hing ein indischer Kitschaltar und daneben ein grosses Bild in Erinnerung an einen verstorbenen Inder (wahrscheinlich der Coiffeursalongründer), mit einem roten Tupf auf der Stirn (also, richtig ein Tupf, nicht ein fotografierter Tupf, sondern ein richtiger Schlargg auf das Foto getupft).

Dann war ich an der Reihe. Der Chef höchstpersönlich gab mir die Ehre. Obwohl er kein einziges Wort Englisch sprach, schien er sehr genau zu wissen, was ich will. Jedenfalls nahm er seine Schere und begann ohne mich zu fragen mit dem Schneiden. Ich lachte in den Spiegel und liess ihn machen. Und sah mich schon so mit einer typischen Inder-Vokuhila-Frisur durch die Strassen von Bangalore laufen. Genau so eine hatte nämlich der selbe Chef dem Klienten vor mir auf den Kopf gezaubert. Dieser jedoch schnitt weiter, lachte auch und hob den Daumen und sagte "Perfect!".

Chirurgisch genau wurde also meine Mähne gestutzt. Plötzlich legte er die Schere beiseite und begann mit beiden Händen an meinen Haaren zu zerren und reissen. Dann nahm er wieder die Schere und schnitt weiter. Bald war alles "perfect!", es gefiel mir sogar sehr gut, was ich ihm auch zu verstehen gab. Dann dachte ich, es sei fertig und wollte schon aufstehen, bezahlen und mich verabschieden.

Doch da nahm er das Rasiermesser hervor. Rasur! Als er mit dem Rasiermesser in der Hand fragend auf seinen Schnurrbart zeigte, schrie ich laut "Cut, cut!". Darauf war ich vorbereitet, denn das stand im Reiseführer. Der Default-Modus in Indien ist nämlich "Schnauz stehenlassen" und nicht "Schnauz abrasieren".

Also wurde zuerst eine Art Lotion aufgetragen, dann der Rasierschaum darüber. Danach kurz warten und rasieren. Danach zweite Rasur. Wieder einschäumen, wieder abrasieren. "Perfect!".

Danach nahm er wieder seine Schere in die Hand - und steckte sie mir in das rechte Nasenloch. Häää.... Nasenhaare schneiden! Ja klar, wie konnte ich das vergessen...

Danach die Haare in Nacken wegrasieren. Alles mit sehr viel Einsatz, Wohlwollen und der Meisterschaft von wahrscheinlich mehr als 20 Jahre lang Inder frisieren. Plötzlich hielt er inne, legte das Rasiermesser wieder zur Seite, nahm meinen Kopf in beide Hände und riss mir fast die Birne von den Schultern. Es knackten und krachten die Wirbel wie wild. Gemächlich lief er hinter mir durch auf die andere Seite, ergriff wieder meinen Kopf, und riss meinen Kopf auf die andere Seite rum. Damit schien er ganz zufrieden zu sein. Ich war erleichtert, dass er mir nicht das Genick gebrochen hatte, denn Genick-Brechen stelle ich mir akustisch etwa so vor wie das getönt hat...

Dann drückte er meinen Kopf nach vorne und begann meinen Rücken zu kneten und klopfen. Massage! Dann riss er mich wieder zurück in den Stuhl und ergriff meine rechte Hand. Und riss an jedem der Finger, und wenn einer nicht laut knackte, riss er noch einmal daran. Inklusive Daumen. Danach die linke Hand, selbe Prozedur! "Perfect!"

Danach war schon fast gut. Er nahm eine Seife und begann mein Gesicht damit einzureiben. Die Seife war ganz frisch und erinnerte mich an Tiger-Balsam einreiben. Dann nahm er eine Crème hervor, trug sie auf und begann, mein Gesicht zu massieren. Ich musste die Augen schliessen und er fingerte mir im Gesicht herum, bis alle Crème eingerieben war. Als er fertig war, öffnete ich die Augen wieder.

Er kam mit einem After Shave und parfümierte mich tüchtig ein. Dann richtete er meine neue Frisur, korrigierte hinten noch ein letztes Detail, puderte mir den Hals und den Nacken, riss mir das Haarindiekleiderfallschutztuch (dieses Ding hat keinen Namen!) vom Hals, klopfte mir auf die Schulter und steckte mir seine Hand entgegen. "Perfect!" Ich steckte ihm meine Hand auch entgegen und bedankte mich mit einem festen Händedruck. Tatsächlich "perfect!".

Friday, June 29, 2007

Franzosen

Was mir bisher am meisten zu schaffen gemacht hat hier in Indien, sind die Franzosen. Jeden Tag stehen diese huren sans-culottes auf der Matte. Es gibt kein Entkommen... Ich rede den ganzen Tag nur Weltsch. Verbessere sogar noch mein "français oral". Ich sage jetzt auch "un truc de ouf" und "trop pourrable" und "fait à l'arrache" wie ein richtiger racaille aus den Pariser Cités. Rede inzwischen über la FAC, le BAC, l'UMP, la BFM und le VIE wie vor kurzen noch über YB, SCB und SVP...

Es hat sooo viele Franzosen hier in Indien! Ich habe keine Erklärungen für dieses Phänomen, aber es ist nicht lustig. Ich tröste mich inzwischen mit dem Gedanken, dass ich jetzt halt mein Erasmus Austauschsemester anstatt in Montpellier oder Toulouse in Yeshwanthpur bei Bangalore nachhole.

Damit ihr euch die Dimensionen vorstellen könnt, folgende Statistik:

Anzahl bisher getroffene Ausländer in Bangalore (in Klammern Häufigkeit der Begegnungen)

Schweiz (deutsch): 1 (wieder abgereist)
Schweiz (französisch): 1 (1x begegnet)
USA: 1 (1x begegnet)
Iran: 3 (2x begegnet)
Afrika: 2 (1x begegnet)
Froonkreisch: 25 (siehe Liste)
EU-Raum (ohne Frankreich): 0
Rest der Welt: 0

Hier die komplette Liste aller Franzosen, die mir bisher begegnet sind (es fehlen einige flüchtige Begegnungen):

Amélie (abgereist)
Antoine (wöchentlich)
Antoine (2x begegnet)
Céderic (abgereist)
Edouard (wöchentlich)
Eric (wöchentlich)
François (abgereist)
Gael (täglich)
Helene (wöchentlich)
Isabelle (täglich)
Judith (täglich)
Julien (wöchentlich)
Julian (1x begegnet)
Laurence (abgereist)
Laurent (2x begegnet)
Marianne (täglich)
Mathieu (wöchentlich)
Mathilde (täglich)
Nathalie (täglich)
Régis (abgereist)
Sanae (täglich)
Sébastien (1x begegnet)
Thibault (täglich)
Vincent (wöchentlich)
Yohan (täglich)

Wednesday, June 27, 2007

Freuden der Forschung III: Sensoren pflanzen in Chennakeshavapura

Gestern gingen wir in unser Dorf und pflanzten neue Sensoren! Juheee!!

10 Forscher aus unserem Institut (inklusive der oberste Chef) fresten mit 2 Geländewagen 4 Stunden lang durch halb Karnataka um mit Hilfe von etwa einem halben Dutzend Indern insgesamt 6 Sensoren zu platzieren.

Nach der Ankunft in Chennakeshavapura wurde zuerst aber einmal gefressen. Dann gingen wir auf das Feld und installierten einen Sensor. Dann gings wieder zurück ins Dorf und es gab wieder etwas zu Fressen. Danach wieder auf das Feld und die restlichen 5 Sensoren verlochen. Danach auf das Dach vom Schulhaus und die Antenne aufstellen. Danach den Rest des Nachmittags an der Antenne herumknorzen. Es hatte kein Signal... Als der Monsum zu regnen begann, wurde die Übung abgebrochen und die ganze Forschungstruppe zog wieder ab.

Jetzt messen die Sensoren seit gestern in Dorf die Feuchtigkeit. Da die Antenne nicht funktioniert, bringts leider noch nichts. Aber egal, das wird dann eines Tages schon von irgendjemandem geflickt.

Hier gehts lang zu den Fötelis: picasaweb.google.com/stefan.staehli

Thursday, June 21, 2007

Inderin of the day: Sania Mirza

Sania Mirza (geboren am 15. November 1986 in Hyderabad) ist Tennisspielerin. Sie ist zurzeit die bekannteste Sportlerin Indiens. Und auch die Umstrittenste.

Im Februar 2005 gewann sie als erste Inderin überhaupt ein WTA Turnier. Seither spielt sie an den grossen Turnieren mit, jedoch mit bescheidenem Erfolg. Meist kommt sie nicht über die erste oder zweite Runde hinaus. Das tut ihrer Popularität aber keinen Abbruch. Denn genauso wie bei einigen ihrer WTA-Kolleginnen auch, kümmert sich die Öffentlichkeit gar nicht so sehr um ihre Resultate.

Das Frauentennis hat ja inzwischen ein derartiges Sexyheits-Niveau erreicht, dass die Sportreporter und die Fernsehzuschauer ihre Augen während dem Spiel sowieso nicht mehr primär auf den Ball richten. Da gibt es genug zu sehen entlang der Grundlinien!

Allein die Outfits, die Frisur, die Werbe- und Modeauftritte, kleinste Anzeichen von Übergewicht, der schlechte Englischakzent und natürlich jenste Geschichten neben dem Platz liefern genug Gesprächsstoff. Das war bei Anna Kurnikova und ist bei Maria Scharapowa so, und das ist hier bei Sania Mirza nicht anders. Um so mehr, als sie Inderin ist, und Muslimin.

Vor allem diese Kleidchen machen den bekanntlich wenig modebewussten islamischen Klerikern zu schaffen. Nicht Hijab-konform, ist ihr Urteil. Im September 2005 hat der Vorsitzende des Ulema Ausschusses von Hyderabad, Syed Yousaf Bin, angeblich sogar eine Fatwa ausgerufen gegen die junge Inderin. Sie habe einen verheerenden Einfluss auf die Jugend. Und die islamistische Gruppe Jamiat-ulema-e-Hind drohte einmal damit, einen ihrer Matchs zu blockieren.

Auch sonst ist das Leben als indisches Tennis-Flittchen manchmal schampar kompliziert. Letztes Jahr wollte sie in einem Doppel Match mit der Israelin Shahar Peer antreten. Doch auch da hatten die Koranbrüder etwas dagegen und als sie mit heftigen Protesten drohten, liess Sania Mirza es halt sein.

Andererseits ist sie aber auch zu einer Botschafterin und einem Vorbild in Sachen Inderinnen-Emanzipation geworden.

Doch der grossen Mehrheit der jungen Inder ist das alles ziemlich egal. Die sind vor allem froh, dass dank ihr jetzt WTA Tennis im indischen Fernsehen gezeigt wird. Und dass sie ihr bei den Matchs zuschauen können. Auch wenn sie meistens verliert. Burkhas sind das ja bekanntlich nicht gerade, was die Spielerinnen dort auf diesen Plätzen anhaben. Und darauf kommt es schliesslich an...

Tuesday, June 19, 2007

Kill all no-mustache men!

Ich habe ein Geschenk bekommen! Ein originalgetreues Modell einer Mirage 2000C der indischen Luftwaffe im Massstab 1:100, hergestellt von der chinesischen Spielzeugfirma Maisto International Inc. Aus Spritzguss-Metall und Plastik. Inklusive einem eleganten Plastikfuss zum Aufstellen. Und mit original Tarnbemalung der Indian Air Force. Auf der Seite ist mit Tipp-Ex "Spicy Space" draufgeschrieben, und unten auf den Tragflächen "Kill all no-mustache men!". Dieses exklusive Stück ziert seit letzter Woche mein Appartement und zeigt jedem Besucher, dass hier einer wohnt, der noch an die Kampfkraft der indischen Luftwaffe glaubt!

Es begab sich nämlich, dass eines Abends meine französischen Freunde Mathieu und Judith zu mir nach Hause kamen. Auf dem Tisch in der Wohnung lag noch meine Zmorgelektüre, die Zeitschrift "India Today", aufgeschlagen auf Seite 60. Ein Bericht mit dem Titel "Facelifting the fleet", über ein Projekt der indischen Regierung zur Modernisierung der Luftwaffe.


Dabei waren die verschiedenen Kampfflugzeuge der Indian Air Force abgebildet, und es wurde erklärt, dass die MIG-29 mit einem neuen Radarsystem ausgesrüstet werde, die MIG-27 mit einem neuen Cockpit und die Mirage 2000C mit neuen Matra Mica Raketen für 1.8 Milliarden US$.

Am Morgen früh, wenn der Geist noch frisch ist und die Seele rein, da verträgt man keine schlimmen und komplizerten Geschichten. Wenn ein ganzer, langer Tag auf einen wartet, mit Aufgaben und Problemen und Kompilierungsfehlern und Menschen, denen man begegnen wird, dann will man wenigstens beim Frühstück einen kurzen Moment ungestört und sich selber sein. Und sich erfreuen, in aller Ruhe, an Dingen, die wirklich Freude machen. Gepimpte Autos, Computerspiele, Raketen, Flugzeuge... So wie damals, als Kind. Als ich noch nicht kriegsdienstuntauglich war... Als ich noch Pilot werden wollte und mir zu Weihnachten einen Panzer wünschte.

Darum wohl studierte ich an jenem Morgen den Facelifting-the-fleet-Artikel und liess das Heftli nachher unbeachtet auf dem Tisch liegen. Mathieu, als er abends in die Wohnung trat, ergriff schmunzeld das Magazin, begutachtete die Bilder und glaubte ernsthaft, mich als heimlichen Waffennarren entlarvt zu haben. Was ich dann auch nicht abstreiten mochte. Denn ich hatte tatsächlich beim Frühstück mit Interesse diesen Bericht gelesen. Und die Flugzeuge studiert. Welches die rassigste Form hat, welches am meisten Bomben angehängt hat, welches wohl am schnellsten fliegen kann... Dazu trank ich meinen Kafi und ass eine Papaya. In den Boxershorts. Und kratzte mich zwischendurch ein bisschen an den Brusthaaren. Grübelte in der Nase und studierte den Böggu, der da zum Vorschein kam. Und furzte wahrscheinlich auch noch ein- oder zweimal, ich weiss es nicht mehr...

Und dieser Mathieu (siehe Bild), er ist ein Guter, wollte mir hernach eine Freude machen. Und als er dieses Flugzeug im Laden sah, die Mirage 2000C der indischen Luftwaffe, das Spritzguss-Metall Modell, da musste er an mich denken. Und an meine heimliche Passion für Kriegmaterial und Rüstungsfragen. Et voilà, dieses Modell hat er dann gekauft, mit Tipp-Ex ein paar indische Schlachtrufe drafgepinselt und es mir geschenkt. Und mir damit tatsächlich viel Freude gemacht... Nicht so sehr, weil jetzt ein Kampfflugzeug in meiner Wohnung steht, sondern weil da endlich einmal ein Franzose Humor hat! Schön!

Friday, June 15, 2007

Andere Länder, andere Beiträge

Wenn ich am Morgen die Internet-Ausgabe der NZZ lese, erfahre ich jeweils interessante Sachen aus der Schweiz. Meldungen, wie zum Beispiel diese:

Keine Erbschaftssteuer für homosexuelle Paare in Genf
Klarer Entscheid der Stimmbürger

(ap) Im Kanton Genf müssen künftig auch homosexuelle Paare in einer registrierten Partnerschaft keine Erbschaftssteuer mehr bezahlen. Die Stimmberechtigten haben einer Gesetzesänderung mit rund 83 Prozent Ja-Stimmen klar zugestimmt.
Die vorgeschlagene Steuerentlastung von schwulen und lesbischen Paaren war im Vorfeld einzig von der SVP bekämpft worden. Sie sieht vor, dass homosexuelle Paare in einer registrierten Partnerschaft inskünftig wie Partner in einer heterosexuellen Ehe behandelt und - im Normalfall - von der Erbschafts- und Schenkungssteuer befreit werden.
Nach dem gegenwärtig gültigen Gesetz gelten Partner in einer registrierten Partnerschaft als Personen «ohne gegenseitige Bindung», weshalb sie bis anhin zum höchsten Steuersatz von 54,6 Prozent belastet werden konnten.


Oder ich erfahre Spannendes über Hygienemasken:

Was tun bei einer Pandemie?
BAG empfiehlt Anschaffung von Hygienemasken

(sda) Um sich im Fall einer Grippepandemie zu schützen, empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) jeder Person in der Schweiz, sich fünfzig Hygienemasken auf Vorrat anzuschaffen. Wenn eine Pandemie ausbreche, dann seien Lieferengpässe bei den Masken unausweichlich, begründet das BAG in einer Medienmitteilung die Empfehlung.
Die guten Ratschläge des BAG beschränken sich aber nicht auf den Gesichtsschutz: Im Pandemiefall, schlagen die Behörden vor, solle man sich regelmässig die Hände mit Seife waschen, zum Husten und Niesen ein Papiertaschentuch verwenden, das nachher entsorgt wird, und Händeschütteln möglichst vermeiden.
Die Situationen, in denen die auf Vorrat angeschafften Gesichtsmasken getragen werden sollen, könnten erst nach dem Auftreten eines pandemischen Virus definiert und angekündigt werden, schreibt das BAG weiter.


Oder über das Wolfskonzept und den Herdenschutz:

Wölfe bald im Rudel unterwegs
Anpassung des Jagdgesetzes erforderlich

(sda) In der Schweiz dürften Wölfe schon bald im Rudel unterwegs sein, sollte sich die Population weiter vergrössern. Auf Grund dieser Veränderungen will der Bund sein Wolfskonzept anpassen. Bundesrat Moritz Leuenberger hat zudem einen Entwurf zur Teilrevision des Jagdgesetzes in Auftrage gegeben.
Die weitere Ausbreitung der Wölfe wird laut dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) Auswirkungen auf Nutztiere und Wildtiere haben. Um diese Auswirkungen zu begrenzen und die Akzeptanz des Wolfes in der Gesellschaft zu erhalten, soll zunächst das Konzept «Wolf» der neuen Situation angepasst werden.
Dabei komme dem Herdenschutz eine zentrale Bedeutung zu, der noch weiter zu stärken sei. Zu den Änderungen an Wolfskonzept können sich die Interessengruppen bis Ende Juni äussern.


Und nicht zuletzt, interessante Entscheide der Landesregierung bezüglich Passagiersicherheit:

Für jeden Passagier eine Schwimmweste
Neue Regeln für Schweizer Schifffahrt

(sda) Wer künftig auf einem Schweizer See eine Schifffahrt unternimmt, kann davon ausgehen, dass es für ihn eine Schwimmweste an Bord gibt. Der Bundesrat hat die entsprechende Verordnung angepasst und setzt sie auf 1. Juni in Kraft.
Die Passagierschiffe auf Schweizer Gewässern müssen neu für jeden zugelassenen Fahrgast eine Rettungsweste mitführen. Die vom Bundesrat beschlossene Änderung der Schiffbauverordnung tritt am 1. Juni in Kraft. Heute muss nur für die Hälfte der zugelassenen Personen eine Schwimmweste vorhanden sein. Mit einer höheren Zahl von Rettungsmitteln an Bord wollen die Behörden die Sicherheit der Schifffahrt weiter verbessern.


Interessant, denke ich mir, schade nur, dass heute nichts über das Alinghi-Segelschiff zu lesen war...
Dann lese ich "The Times of India". Auch da hat es jeweils interessante Beiträge drin. Über unglückliche Todesfälle, zum Beispiel:

Young plumber electrocuted on school premises

TAMBARAM: A 21-year-old youth was electrocuted during construction work on the premises of a matriculation school in Chitlapakkam on Wednesday.
K. Mubarak of Park Street at Santhoshapuram near Tambaram touched an iron beam that was conducting electricity leaked through a couple of damaged wires. He was rushed to a private hospital in Tambaram, where he was declared dead.
The accident took place at 2.30 a.m. on the terrace of the three-storey building on the premises of the school on Chitlapakkam Third Main Road. After preliminary investigations, police said faulty wiring was the cause for the death.
This is not the first instance of people being electrocuted owing to faulty wiring.


Über Kinderarbeit:

‘Ban child labour in agricultural sector’

MYSORE: A seminar organised at Chamarajanagar to mark International Day against Child Labour resolved to appeal to the Government to ban child labour in agriculture, which accounts for 90 per cent of working children.
Speakers at the seminar, “Child labour in agriculture: challenges and opportunities” made out a case for classification of agriculture as a hazardous industry under the Child Labour Act 1986.
Delivering the keynote address, vice-president of KRRS K.C. Basavaraj said that economic exploitation of children was not acceptable.
“Survival, protection and development of children cannot be put at risk by employing them in any sector. Basic education is the right of every child and the Government cannot abdicate this responsibility,” he said.
Mr. Basavaraj said that it was unhealthy for a society to send its children to work.
“A nation which assigns its children to hazardous labour is dead. It is everyone’s responsibility to ensure education for each child,” he added.


Über Selbstmorde:

Suicide of farmers continues in Gulbarga

GULBARGHA: The ending of lives by farmers in distress is continuing in Gulbarga district. On an average, every month one farmer commits suicide not withstanding the ever raising financial liability and loss of crops.
According to official figures in the year 2006-07, 10 farmers and in the first month of the year 2007-08 till date three farmers have found ended their lives.
Joint Director of Agriculture J M Thippeswamaiah said out of the 13 farmer suicides, compensation has so far been provided to families of 10 farmers. Each family is given a compensation of Rs 1 lakh.
Most of the farmers have committed suicide due to loss of red gram (tur) which is the main commercial crop of the district. Of late, sugar cane growers have also started committing suicide due to the failure of sugar units to crush their produce. In the neighbouring Bidar districts cane growers suicide is taking a serious proportion.

"It’s not true that suicides are taking place only in Gulbarga. They began in Andhra and spread to other parts of the country. But why did farmer suicides begin after 1999? The answer is that we liberalised the economy and devalued our rupee. As a result, the cost of energy went up, the cost of agriculture rose and living costs soared. But the farmers remained in a low-cost economy. The promise that exports in a free market would bring profits to farmers was never kept.” — Vijay Jawandhia Wardha farmers’ leader, social commentator.


Oder woher die Polen ihre Polen holen:

Poland could be the next hot destination for Indian workers

NEW DELHI: Poland could soon witness a large influx of Indian workers, particularly in the construction and agriculture sector, after the two countries sign a Memorandum of Understanding (MoU) to streamline labour migration to the East European country.
This was decided at a meeting held here on Wednesday between Minister for Overseas Indian Affairs Vayalar Ravi and Poland's Minister for Labour and Social Policy Anna Kalata.
As of now, there are only around 3,000 Indians employed across various sectors in Poland but this number is expected to get a significant boost once the MoU is signed. The Polish minister has taken the initiative to promote recruitment of Indian workers in her country.
Stating that her country is facing an acute labour shortage, Kalata said, "We have noticed severe discrepancies in our labour market. Around 800,000 Polish workers have left to work in other countries in the EU (European Union)."


Und über zu viel Andrang beim neuesten Bollywoodfilm:

Fans crowd theatres as `Sivaji' bookings open


CHENNAI: Fans turned up in huge numbers on Sunday — in some theatres here as early as 6 a.m. — to make advanced bookings for the much-awaited `Superstar' Rajinikanth-starrer `Sivaji'.
Serpentine queues had formed by 7.30 a.m. in front of theatres scheduled to screen the movie from June 15.
At Udhayam Theatre complex in Ashok Nagar, more than 500 persons had gathered by 7.30 a.m. Police were seen regulating the crowd in front of the Abirami Megamall in Purasawalkam.
`Sivaji' is expected to be released in 18 theatres in the city. This should facilitate in one go an estimated 15,000 ticket-holders to watch the near-simultaneous screenings across the city.


So ist das! Der Lauf der Dinge. Und alle leisten ihren Beitrag dazu. Inder... Schweizer... Polen... Damit die Welt besser wird. Andere Länder, andere Beiträge...

Thursday, June 7, 2007

Wunderbare Welt der Zahlen: Indische Medallien an Olympischen Spielen

Die Inder sind keine grossen Sportskanonen. Das sieht man ihnen auch an. Sie hocken lieber am Boden herum und knabbern Vegi-Zeugs. Oder sie sind im Labor und programmieren. Und die Frauen, die sollen kochen (oder lesen, nicht wahr, Sunita...).

Und Cricket, der indische Nationalsport und Stolz der ganzen Nation, wurde von meinem Kollegen Mathieu (der bereits einmal gespielt hat!) als, Zitat: "die optimale Sportart für den Tag nach einer Saufnacht, wenn es dir noch etwas Sturm ist und du Kopfweh hast" bezeichnet...

Also habe ich nachgeschaut in den Geschichtsbüchern... Meine Befürchtungen haben sich bestätigt: Keine besonders guten Inder-pro-Medallie-Quotienten!

Athen, 2004:
Gold: -
Silber: 1
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: 1'094'985'000

Sydney, 2000:
Gold: -
Silber: -
Bronze: 1
Inder-pro-Medallie-Quotient: 1'014'003'800

Atlanta, 1996:
Gold: -
Silber: -
Bronze: 1
Inder-pro-Medallie-Quotient: 949'217'000

Barcelona, 1992:
Gold: -
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: ∞

Seoul, 1988:
Gold: -
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: ∞

Los Angeles, 1984:
Gold: -
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: ∞

Moskau, 1980:
Gold: 1
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: 686'881'000

Montreal, 1976:
Gold: -
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: ∞

München, 1972:
Gold: -
Silber: -
Bronze: 1
Inder-pro-Medallie-Quotient: 570'727'000

Mexiko, 1968:
Gold: -
Silber: -
Bronze: 1
Inder-pro-Medallie-Quotient: 520'677'000

Tokio, 1964:
Gold: 1
Silber: -
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: 477'359'000

Rom, 1960
Gold: -
Silber: 1
Bronze: -
Inder-pro-Medallie-Quotient: 432'522'000