Ich habe ein Buch von Gandhi gelesen (fleissig wie ich bin...). Nebst allerlei Geschichten über Satyagraha (gewaltloser Widerstand), Ahimsa (Nichtverletzung von Lebendem), Swaraj (Indiens Unabhängigkeit) und einigen Anekdoten aus seinem Ashram, liest man seitenlange Beschreibungen über das Fasten und über seine Vegi-Diäten. Was der Unterschied zwischen Kuh- und Ziegenmilch ist. Ob man Eier nur roh oder auch gekocht essen darf. Über die Obstesser Diät! Über seine Zeit als Erdnussbutter- und Zitroenenesser!
Zwei Abschnitte aus dem Buch haben mir besonders gefallen. Ich werde sie mir merken. Hier sind sie:
"Ich habe im Laufe meiner Erfahrungen gefunden, dass der Mensch oft seine Pläne schmiedet, anscheinend nur, damit sie von Gott wieder umgestossen werden; aber ich habe auch erkannt, dass, wenn das Endziel die Wahrheit ist, das Ergebnis nie schädlich ist und oft besser, als der Mensch erwartet hatte, sooft ihm auch seine Pläne durchkreuzt worden sind."
"Um vollkommene Reinheit zu erlangen, muss ein Mensch emporsteigen über die wiederstrebenden Mächte von Liebe und Hass, von Zuneigung und Abneigung, und muss durch und durch frei werden von aller Leidenschaft in Gedanken, Worten und Taten. ... Die Leidenschaften, diese tückischen Feinde, zu besiegen, scheint mir schwerer, als die Welt mit Waffengewalt zu erobern. Das Wissen um sie hat mich demütig, aber nicht mutlos gemacht. ... Ich muss mich selber zur Null machen. Solange ein Mensch sich nicht aus eigenem freien Willen an die letzte Stelle stellt unter seinen Mitgeschöpfen, ist kein Heil für ihn."
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2 comments:
Und wie stehst du zu diesen Zitaten?
Eben, wie ich schreibe, sie gefallen mir. Ich werde sie mir merken.
Vor allem das zweite Zitat spricht etwas aus, was mich schon lange beschäftigt. Es dünkt mich nämlich, dass all die Tollen und Erfolgreichen und Schönen und Ehrgeizigen und Hippen um mich herum etwas vergessen haben: ein bisschen Demut, verdammt noch mal...
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